in charge of rock `n` roll
                       in charge of rock `n` roll

Nutopia, Ein Staat für den Frieden – A piece of John Lennon, 1. Teil

 

New York und Verden/Aller, 1.Teil

 

Hallo zusammen! Die Tour de Frank geht endlich in die zweite Runde! Meine musikalische Reise und die Person welche ich heute zum Thema habe sind faszinierend in beiderlei Hinsicht. Ich nehme euch nicht nur mit in eine Weltstadt um hier den letzten Wohnort eines bedeutenden Musikers zu besuchen, sondern auch ins beschauliche niedersächsische Verden an der Aller, wo jener Künstler einst für ein paar Tage gastierte. Wir starten aber im Jahre 2008 in einer ganz anderen, wie erwähnt etwas größeren Stadt, und gedenken hier einem tragischem Ereignis aus dem Jahr 1980. Die Person um die es diesmal geht war sehr facettenreich: Sänger, Komponist, Künstler, Schauspieler und Friedensaktivist - John Winston Lennon! (später John Winston Ono Lennon). Und da mein Bericht ziemlich umfangreich ist, habe ich ihn diesmal in zwei Teile gegliedert. Ihr dürft also gespannt sein….

 

Es geht nun zunächst wie angekündigt zurück in das Jahr 2008. Es geht in eine Stadt die es allein schon wert ist einmal besucht zu werden, die einen in ihren Bann zieht wie keine zweite. Liebe Verdener, nichts für ungut, ich werde eure schöne Stadt später noch lobend erwähnen, versprochen, aber ich hoffe ihr werdet meine Begeisterung verstehen wenn ihr euch die folgenden Bilder gleich anschaut. Ein großer Künstler, welcher Begründer einer nicht unbedeutenden Musikkapelle aus England war, fand hier in der Stadt am Hudson River sein tragisches Ende. Es geschah im Jahr 1980 vor dem Dakota Building am Rande des Central Parks. Spätestens jetzt weiß jeder von euch wo die Reise hin ging: New York City. Unglaublich, mein Ziel aus musikhistorischer Sicht gesehen von tragischer Bedeutung, die Stadt aus touristischer Sicht ein Bonbon. Es ging mal eben für einen Kurztrip nach New York…. Ich fuhr nicht nach Berlin oder Bad Münstereifel (ohne diese beiden Städte im Geringsten abwerten zu wollen;-)), aber wir reden hier von Big Apple. Als wir in Frankfurt  in unser Fluggerät stiegen, fühlte es sich immer noch wie ein Traum an, wir hatten immer noch nicht realisiert wo die Reise tatsächlich hing ging……Gigantismus, Übermut, fast food, Wahnsinn oder Größenwahn, man kann über die Amerikaner denken was man möchte. Faszinierend sind ihre Bauwerke und ihr Land trotz allem, alle Menschen mit denen wir in Kontakt kamen waren sehr leutselig. Beton soweit dass Auge reicht, Stress und Hektik, rush hour, Wolkenkratzer, nachts ein Lichtermeer, und zwischendurch die grüne Lunge des Stadt, der Central Park, bestimmen das Stadtbild. Es war faszinierend, die Eindrücke wirken bis heute nach.

 

Wenn ich rückwirkend darüber nachdenke erscheint es mir immer noch wie ein Traum, aber hey, ich war tatsächlich da! Und auch wenn ich mit Rappmusik überhaupt nichts anfangen kann, traf es die Band Grandmaster flash & the furious five 1983 mit dem Song New York New York in der Textzeile „big city a dream“ auf den Kopf. Wer einmal die Möglichkeit hat, dem kann ich eine Reise an die Ostküste der U.S.A. nur wärmstens empfehlen.

 

Aber zurück zum Kern: Das Dakota Haus, der Imagine-Memorial Gedenkstein, ein von Yoko Ono gestaltetes, kreisrundes Mosaik im Central Park. Ein Ort der Trauer, ein Platz zum verweilen, zum nachdenken. Der letzte Aufenthaltsort von John Lennon. Vor dem Dakota Building wurde er 1980 erschossen. Die Welt stand für einen Augenblick still, die Menschen rund um den Globus waren geschockt. Jeder kennt die Geschichte der Beatles, des Ausnahmemusikers John Lennon und sein tragisches Ende. Musik ist ein Spiegel der Zeit. Lennon, der seine Songs oft als Protest gegen den Krieg und als Aufruf zum Frieden einsetzte sowie die Botschaft der Liebe über sie verbreitete, schrieb mit Imagine seinen unumstritten bekanntesten Song zur Friedensbewegung, eigentlich die Hymne jener. Der utopische Titelsong des gleichnamigen Albums aus dem Jahr 1971 belegte im Jahr 2004 außerdem in einer von der Fachzeitschrift Rolling Stone ermittelten Liste der 500 besten Songs aller Zeiten hinter Bob Dylans Like a Rolling Stone und Satisfaction von den Rolling Stones den 3. Platz! Zudem riefen Yoko und John am 01.04.1973 den fiktiven Staat Nutopia aus, ein Land ohne Grenzen, wo nur die kosmischen Gesetze galten. 1980 jedoch hatte John Lennon gerade eine 5-jährige musikalische Pause hinter sich, und mit Double fantasy zusammen mit Yoko Ono ein hervorragendes Comeback Album veröffentlicht. John führte das Leben mit Yoko, welches er sich immer vorgestellt hatte, war seit 5 Jahren Vater eines gemeinsamen Sohnes mit Yoko und sehr glücklich. Sein Mörder hieß Mark David Chapman und galt als geistig verwirrt. Am späten Abend des 08. Dezembers 1980 erschoss er John vor seinem Haus. Stunden zu vor holte er sich noch ein Autogramm auf einer Schallplatte von John….. Noch in der gleichen Nacht versammelten sich tausende Menschen vor dem Dakota Building und sangen gemeinsam seine Lieder. Im Rahmen dieses Kurztrips, welchen ich zur Weihnachtszeit des erwähnten Jahres mit meiner Frau machte, beschloss ich diesen Ort auf zu suchen.

 

An einem kalten aber sonnigen Dezembertag war unser Ziel der Central Park, Strawberry Fields, wie der Teil des Parks genannt wird, wo der Imagine-Memorial Gedenkstein für ihn angelegt wurde. Der rund 4 KM lange Central Park wurde 1873 als Landschaftspark fertig gestellt, und streckt sich von der 59. bis zur 110. Straße. Er bietet „fernab“ von der nahe liegenden, stressigen Stadt viel Platz zum verweilen und spazieren.

 

Es gibt hier viele Orte zum ruhen, entspannen und durchatmen. Hier schaltet der New Yorker ab, hier findet er einen Ausgleich zum hektischen Alltagsleben. Eine große Eisfläche lädt im Winter zum Schlittschuhlaufen ein, eine Pferdekutsche zu einer romantischen Fahrt durch den Park, und stille Grünflächen geben dem aufmerksamen Spaziergänger die Möglichkeit die große Stadt mal aus einer ganz anderen Perspektive zu betrachten.

 

Nach einem ausgedehnten Spaziergang durch das idyllische Areal erreichten wir nach rund einer Stunde entspannt das Memorial. Schon von weitem erkannte man eine Gruppe von Menschen, die dort verweilten. Endlich angekommen, überkam mich gleich ein Gefühl besonderer Art. Eine kleine Gruppe Menschen versammelte sich auf einer Bank und spielte alte Beatles Songs, es war unglaublich. Die Dame links im Bild scheint mir dabei eine junge Yoko Ono Kopie zu sein;-)

 

Einige Leute stimmten gleich in die Lieder mit ein. In der Mitte des Steines hatte jemand einen grünen Apfel gelegt, Rosen waren lagen verteilt darum. Ich setzte mich kurz an den Rand des Steines und verweilte einen Moment dort.

 

Es war ein seltsames Gefühl welches einen hier beschlich, dass Gefühl Teil eines Ortes zu sein welcher Trauer und Freude vereint. Freude, weil immer wieder Menschen hierher kommen um sich an die Geschichte Johns zu erinnern, an seine guten Zeiten denken und dass mit dem Singen seiner Lieder zum Ausdruck bringen. Trauer, um auch an die schrecklichen Ereignisse jener Nacht zu gedenken. Nach einer Weile gingen wir noch zum gegenüberliegenden Dakota Haus, in welchem John Lennon 1973 mit Yoko Ono ein 12-Zimmer(!) Appartement bezog, und vor dem das Attentat geschah.

 

Ein eindrucksvolles, exponiertes Gebäude am Rande des Parks, mitten im Zentrum. Rückblickend war mein Besuch am Gedenkstein insgesamt zwar nur kurz, aber dafür sehr intensiv. Er lässt einen für einen Moment die Geschehnisse in der lauten Stadt vergessen und lädt ein sich für einen Augenblick zu besinnen, und an einen großartigen Künstler zu denken, der in der Welt des Rock n roll, in der Musikwelt generell, einen Platz für die Ewigkeit hat. Danke John.

 

Und nun machen wir wieder einen Sprung zurück in die Gegenwart, wir reisen quasi Zurück in die Zukunft. Ohne das Raum - Zeit - Kontinuum all zu sehr belasten zu wollen befördern wir uns mit DSL-Geschwindigkeit zurück nach 2012, und machen uns auf den Weg nach Verden (Aller). Nein, nicht mit dem Flugzeug, ich nahm natürlich Deutschlands beleibtestes Verkehrsmittel Nr. 1, den Zug! Warum ich aber nun ausgerechnet nach Verden aufbrach, und was das alles mit John Lennon zu tun hat, darüber berichte ich euch in Kürze im 2. Teil meines Berichtes. Ihr dürft also gespannt sein!

Merkel is a funny old thing.

Pete Townshend

Musik heilt.

Sarah Smith

Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie.

Ludwig van Beethoven

Es wird keine Beatles Reunion geben, solange John Lennon weiter tot bleibt.

George Harrison

Das M in MTV stand nie für Musik, es stand schon immer für Money.

Neil Young

Wir mögen alles, was eine heftige Reaktion gegen die Norm darstellt.

Jim Morrison

Ich möchte zeigen, dass Gospel, Country, Blue, Jazz und Rock ein und dasselbe sind.

Etta James

I like beautiful melodies

telling me terrible things.

Tom Waits

Als dann feststand, dass Donald Trump gewonnen hatte, haben wir (Gov`t Mule) umgehend einen ausgedehnten Blues gespielt, um das ganze so aus unseren Systemen herauszukriegen.

Warren Haynes

Eine gute Sache an Musik ist, dass wenn sie dich trifft, du keinen Schmerz spürst.

Bob Marley

Man wird Bob Dylans Lieder auch dann noch hören, wenn wir alle längst tot sind.

Bruce Springsteen

The blues had a baby and they call it Rock`n` Roll.

Muddy Waters

Mick ist Rock, ich bin Roll.

Keith Richards

Ich weiss nicht wer ich bin. Aber das Leben ist zum Lernen da.

Joni Mitchell

Ich habe geträumt, dieses Land hätte mal wieder eine gescheite Regierung! Aber es war nur ein Traum! "Well done, Germany!"

Elton John

Jesus wurde gekreuzigt, weil er bemerkt wurde. Deswegen verschwinde ich häufig von der Bildfläche.

Bob Dylan

Wenn du dich an die 60er erinnern kannst,

warst du nicht dabei. 

Paul Kanter (Jefferson Airplane)

Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

Gustav Mahler

Wir können uns nicht aussuchen wie wir sterben - oder wann. Aber wir können entscheiden, wie wir jetzt leben.

Joan Baez

Es genügt nicht, sich eine neue Regierung über den Kopf zu stülpen wie einen neuen Hut, und dann darauf zu hoffen, dass sich in der Rübe, die darunter steckt, etwas tut.

Frank Zappa

Life is what happens when you have made other plans.

John Lennon

Auf der Bühne habe ich Sex mit 25.000 Menschen. Anschließend gehe ich nach Hause. Alleine.

Janis Joplin

Musik ist eine eigene Lebensform.

Jimi Hendrix

Before Elvis there was nothing.

John Lennon

Clarence hat die E Street nicht verlassen, als er gestorben ist. Er wird sie verlassen, wenn wir sterben.

Bruce Springsteen

Der Blues und eine gute Predigt haben viel gemeinsam.

Muddy Waters

Janis starb an einer Überdosis Janis.

Eric Burdon

Blues ist harte Arbeit.

Gary Moore

Music takes us to a spiritual place.

Layla Zoe

Rock `n` roll ist Weltmusik.

Wolfgang Niedecken

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Frank Klitzing