in charge of rock `n` roll
                       in charge of rock `n` roll

    Ina Forsman - a voice like a thunderstorm

PHOTO BY: Fritz Kissels

„Yksi, kaksi, kolme“. Nein, ich bin nicht närrisch. Das sind die 3 einzigen Worte die ich auf finnisch beherrsche, und welche die Aufzählung 1,2,3 bedeuten. Mehr brauchte ich für jenen Abend aber dann auch nicht zu wissen, ging es doch heuer ausschließlich um die Musik. Wer den Blues Caravan 2016 live erlebt hat, dem wird die junge finnische Künstlerin Ina Forsman nicht entgangen sein. Die ausdrucksstarke Stimme der Skandinavierin ist bemerkenswert, ihre Bühnenpräsenz enorm. Hört man sich ihr Cover von Nina Simone an, „I want a little sugar in my bowl“, welches auf ihrem selbstbetiteltem Debütalbum zu finden ist, weiß man, warum sie 2014 zurecht  Finnland beim der European Blues Challenge vertrat. Ihr Vorbild und Mentor ist der finnische Harmonica Musiker Helge Tallqvist, vom dem sie seit ihrer frühen Jugend lernt und schöpft.  Aufgenommen wurde „Ina Forsman“ übrigens in den „Wire Recording Studios“ in Austin, Texas, also fernab ihrer frostigen Heimat. Federführender Produzent war Mark Kaz Kazanoff, der auch die Saxophonspur für das Album einspielte. Anfang 2017 stellte sich die aus dem Blues/Soul stammende Künstlerin nun solo auf europäische Bühnen um ihr Erstlingswerk vor Publikum zu präsentieren. In diesem Rahmen besuchte sie im Januar auch die rheinische Stadt Leverkusen unter dem Bayerkreuz, wie es auch ihre Landsmännin Erja Lytinnen schon einige Male an gleicher Stelle tat. Bestimmungsort war der kleine aber feine Bluesclub Topos, unweit der lokalen Fußgängerzone. Wer den Club mal besucht hat weiß, das hier gute handgemachte Musik an der Tagesordnung steht, und du dem Künstler/in so nahe wie sonst nirgends kommst. Das bleibt ob der Größe des Lokals auch nicht aus. Mit viel Liebe und Nachrücken finden dort max. 100 Leute Bewirtung, 90 Karten waren für jenen Abend alleine im Vorverkauf über den Tisch gegangen. Wir datieren den 26.01.2017, 20.30 Uhr war als Konzertbeginn gesetzt.  Es war ein knackig kalter Wintertag, die Dame aus Finnland sollte sich wohlfühlen. So stand ich zunächst mit einigen anderen Konzertbesuchern in der frostigen Abendluft, und bibberte mich der Einlasszeit entgegen. Aus der Location schallten derweilen die Klänge des Soundchecks durch die Fensterritzen, und Inas Stimme erfüllte uns bereits mit Wärme. Anschließend ließ es sich die Band beim gegenüberliegenden Italiener schmecken, und wie durchgefroren ersten Fans durften das Topos betreten.

 „Pretty messed up“ nennt die Sängerin ihre aktuelle Tour, wobei das englische Wort messed dabei diverse Interpretationsmöglichkeiten zulässt. Wir wollten jedenfalls Spaß haben heute Abend, und der sollte pünktlich beginnen.

 

Ina Forsman, mal blond mal braun, eröffnete a capella und brachte den Funken gleich zum sprühen. Ihr kräftiges, authentisches Stimmorgan mit all seinen Färbungen erfüllte den kleinen Club mit Warmherzigkeit und bannte die gesammelte Zuhörerschaft. „Dyin´ by the our“ brachte ihr dafür großmütige Beifallsbezeugungen ein.

PHOTOS BY: Fritz Kissels

Nachfolgend kam ihre Band ins Spiel, von denen mir Davide Floreno bestens bekannt war, spielte er doch bereits im 2016`er Bluescaravan als Gitarrist, und trat auch mit Erja Lytinnen 2015 im Topos auf, damals noch als ihr Ehegatte. Sein dominierender Gitarrensound begeistert den Autor schon lange. Deweiteren standen Walter Latupeirissa (bass) auf dem Podium, Samuli Rautiainen (keys), und Erik 'King Berik' Heirman (drums). Erwähntes Podium ist mehr als familiär, müssen die Musiker doch auf engstem Raum agieren. Aber gerade dass macht die Sache so sehr authentisch. Man muss es erleben. Kundgetan wurden Stücke quer aus Inas Debütalbum. Aber auch vor Coverversionen scheute man sich keineswegs, und so bekamen wir Songs von Amy Winehouse („Me and Mr. Jones“) zu hören, Louis Armstrong („What a wonderful world“), oder Jackie Wilson („Your love keeps lifting me higher and higher“). Was die Band auch anpackte, sie machte die Vokalstücke zu ihren eigenen, ohne ihnen ihre Authentizität zu nehmen. Es war fantastisch! Im Mittelpunkt jedoch die von Frau Forsman zehn selbst geschriebene Tracks, die dich allesamt frappieren. „Hanging loose“ war einer davon, den wir früh zu hören bekamen. Keine Ahnung wie Ina Forsman ein perfektes Album in diesem frühen Stadium ihrer Karriere hinbekommen hat. Man darf nur staunen…..

PHOTOS BY: rockfrank

Die stimmstarke Skandinavierin erzählte während ihres Auftritts dass es fast auf jeder Bluesplatte einen Song über den Teufel gibt,  und so durfte auch bei ihr keiner abgängig sein, und sie schrieb „Devil may dance tonight“, jenes Stück sie uns dann auch gleich präsentierte. Überhaupt hatte Ina einen guten Draht zu ihrem Auditorium, und gab sich sehr publikumsnahe. Die Synergie der 5 Musiker war außerordentlich. Der Groove stimmte, eine Schwachstelle suchte man innerhalb des Bandgefüges vergebens.

 

Es gab ein fünfzehnminütiges break, Zeit für ein kühles Blondes. Gut gelaunt betrat man im Anschluss erneut in den brodelnden Innenraum und machte da weiter, wo man aufgehört hatte; Blues, Rock und Soul. In "Talk to me" ließ sie so richtig ihre Bluesseite aufpeitschen, und Davide F. verlieh dem Song mit seiner 6-saitigen die richtige Würze. Der Anziehungskraft der attraktiven Finnen konnte sich wirklich niemand entziehen. Vor allem aber ihre Stimme war es, die dich immer wieder in ihren Bann zog. Frau Forsman zählt gerade mal 21 Lebensjahre und singt wie eine junge Aretha Franklin. Auch Janis Joplin geistert mir hier durchaus durch den Kopf! Ihre Phrasierungen sind außergewöhnlich. Da wundert es nicht dass mitten im dem engen Club niemand geringeres als Peter Rüschel, Gründer des legendären WDR Rockpalast,  im Publikum saß, wahrhaftig!

PHOTO BY: Fritz Kissels

Unmittelbar nach dem Auftritt stellte sich die Band den Autogramm -und Fotowünschen der entflammten Clubbesucher und war für den ein -oder anderen smaltalk bereit. Den Namen Ina Forsman sollte man sich in jedem Fall einprägen. Im Geiste Nina Simones, ist sie sicherlich eine der kommenden, neuen Bluesgrößen !

 

 

rockfrank

 

 

 

Hier noch mal ein aktuelles Video von Ina, damit ihr euch selbst überzeugen könnt:

Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie.

Ludwig van Beethoven

Es wird keine Beatles Reunion geben, solange John Lennon weiter tot bleibt.

George Harrison

Das M in MTV stand nie für Musik, es stand schon immer für Money.

Neil Young

Wir mögen alles, was eine heftige Reaktion gegen die Norm darstellt.

Jim Morrison

Ich möchte zeigen, dass Gospel, Country, Blue, Jazz und Rock ein und dasselbe sind.

Etta James

I like beautiful melodies

telling me terrible things.

Tom Waits

Als dann feststand, dass Donald Trump gewonnen hatte, haben wir (Gov`t Mule) umgehend einen ausgedehnten Blues gespielt, um das ganze so aus unseren Systemen herauszukriegen.

Warren Haynes

Eine gute Sache an Musik ist, dass wenn sie dich trifft, du keinen Schmerz spürst.

Bob Marley

Man wird Bob Dylans Lieder auch dann noch hören, wenn wir alle längst tot sind.

Bruce Springsteen

The blues had a baby and they call it Rock`n` Roll.

Muddy Waters

Mick ist Rock, ich bin Roll.

Keith Richards

Ich weiss nicht wer ich bin. Aber das Leben ist zum Lernen da.

Joni Mitchell

Ich habe geträumt, dieses Land hätte mal wieder eine gescheite Regierung! Aber es war nur ein Traum! "Well done, Germany!"

Elton John

Jesus wurde gekreuzigt, weil er bemerkt wurde. Deswegen verschwinde ich häufig von der Bildfläche.

Bob Dylan

Wenn du dich an die 60er erinnern kannst,

warst du nicht dabei. 

Paul Kanter (Jefferson Airplane)

Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

Gustav Mahler

Wir können uns nicht aussuchen wie wir sterben - oder wann. Aber wir können entscheiden, wie wir jetzt leben.

Joan Baez

Es genügt nicht, sich eine neue Regierung über den Kopf zu stülpen wie einen neuen Hut, und dann darauf zu hoffen, dass sich in der Rübe, die darunter steckt, etwas tut.

Frank Zappa

Life is what happens when you have made other plans.

John Lennon

Auf der Bühne habe ich Sex mit 25.000 Menschen. Anschließend gehe ich nach Hause. Alleine.

Janis Joplin

Musik ist eine eigene Lebensform.

Jimi Hendrix

Before Elvis there was nothing.

John Lennon

Clarence hat die E Street nicht verlassen, als er gestorben ist. Er wird sie verlassen, wenn wir sterben.

Bruce Springsteen

Der Blues und eine gute Predigt haben viel gemeinsam.

Muddy Waters

Janis starb an einer Überdosis Janis.

Eric Burdon

Blues ist harte Arbeit.

Gary Moore

Music takes us to a spiritual place.

Layla Zoe

Rock `n` roll ist Weltmusik.

Wolfgang Niedecken

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