in charge of rock `n` roll
                       in charge of rock `n` roll

                 Layla Zoe

 

 

Flowerpower in Dortmund

 

Die kanadische Bluesröhre Layla Zoe rockt das Ruhrgebiet

Sollte es jemals eine authentische Nachfolgerin von Janis Joplin geben (und es gibt verdammt gute Akteurinnen), dann ist es Layla Zoe! Aber Vorsicht; Ich rede nicht von Künstlerinnen die die weibliche Bluesikone der 60` er Jahre besonders gut kopieren und versuchen sie zu imitieren, sondern von musikalisch eigenständigen Persönlichkeiten mit eigenen Kompositionen und charakterlicher Ausstrahlung. Dass einem zwangsläufig trotzdem schon mal Reminiszenzen an Janis hochkommen ist selbstredend, es soll hier aber keinesfalls eine Vergleich stattfinden.

Layla Zoe ist jedenfalls eine solch musikalisch völlig individualistische, authentische Person. Das „Firegirl“, wie sich der Rotschopf gerne selber nennt, bewies mit ihren bisherigen Veröffentlichungen welch eine facettenreiche, einfühlsame und energiegeladene Sängerin sie ist. Sie ist es dann auch die meinen persönlichen Konzert Herbst/Winter 2013/14 eröffnet, der hoffentlich eine Menge musikalischer Delikatessen zu bieten hat. Was der geneigte Hörer bei einem Liveauftritt von Layla dann auch an Power, Energie, Soul, Feinfühligkeit und akustischen Sexappeal geboten bekommt, ist schier brillant. Am 20.09.2013 durfte ich mich endlich selbst davon überzeugen.

 

Auf dem Schienenweg ging es an jenem Septembertag Richtung Ruhrgebiet. Um 16.45 Uhr verließ ich meine Heimat, um pünktlich um 18.43 Uhr den S-Bahn Haltepunkt in Dortmund - Lütgendortmund zu betreten. Ein rund 10-minütiger Fußweg durch den beschaulichen Ortsteil brachte mich dann zum „Musiktheater Piano“, wo die stimmgewaltige, facettenreiche Sängerin heute Abend gastieren sollte. Ein schöner Saal im Jugendstil beherbergt eine kleine Bühne und 2 Bars, wo sich durstige Konzertbesucher erfrischen können. Mehr als 100 Jahre besteht das ganze Anwesen, was den prunkvoll gestalteten Saal erklärt. Mein Foto ist ob der Lichtverhältnisse leider etwas unscharf, ihr könnt euch aber gerne mal die Räumlichkeiten über die hompage des „Pianos“ anschauen www.musiktheater-piano.de

Mit rund 30-minüter Verspätung kamen die Musiker um Layla Zoe, sowie die Protagonisten selbst, unter großem Beifall auf die Bühne. Mit einer A-capella Nummer eröffnete die gebürtige Kanadiern den Abend, und setzte durch ihre unglaubliche Stimme gleich hohe Erwartungshaltungen frei, welche sie im Verlaufe der Show dann auch mehr als befriedigen sollte. Barfüßig tätowiert präsentierte sie uns die ersten Lieder, dann passierte etwas Tolles. Layla entdeckte mein T - shirt (ich stand gleich an der Bühne), auf dem groß der Kopf von Frank Zappa prangte. Diesem ist Frau Zoe sehr wohlgesonnen, nennt ihn immer wieder im Zuge ihrer musikalischen Lieblingskünstler. Begeistert sah sie mich an und zeigte freudig auf mein Shirt, was ich mit einer dankenden Gestik erwiderte.

 

Der Titelsong der aktuellen Albums „The Lily“, ein zerbrechliches Stück mit traurigem Inhalt (es geht um den Verlust eines nahestehenden Menschen), berührte die anwesende Gemeinschaft ungemein, respektvolle Stille herrschte in dem kleinen Saal. Laylas Tongebung entsprach genau der Stimmung des Songs, Jan Laacks an der Leadgitarre setzte pietätvolle Akzente an den richtigen Stellen, es wirkte nahezu perfekt. Ein Seelentröster erster Güte.

Im fetzigen „Singing my blues“ drehte ihre Band richtig auf, und Lalya hatte sichtig Spaß an der Nummer.

Mit „Never met a man like you“, „Gemini heart“, „Why you so afraid“ und vielen weiteren brillanten Stücken führte uns die Layla Zoe Band weiter durch ihr Reportrait, und begeisterte das gut gefüllte Auditorium. Das unglaublich emotionale „Father“ bildete im 2. Set einer der Höhepunkte des Abends für mich. Eine derartige Gemütsbewegung die Layla hier in den Song legte hatte ich selten erlebt. Ergriffenheit, Innigkeit, Betroffenheit, Gefühlsseligkeit, all das steckte sie mit ihrer Energie in das Stück, welches sie für oder über ihren Vater schrieb. Leidenschaftlich und energiegeladen führte sie uns durch den Song, ihre Stimme explodierte an den emotionalsten Stellen förmlich, expressiv schrie sie sich ihrer Empfindungen an den hitzigen Stellen des Songs aus dem Leib, der absolute Wahnsinn! Ich war sehr ergriffen.

Anschließend verschwand sie wieder für wenige Minuten von der Bühne, kam kurze Zeit später gut gelaunt zurück und kündigte eine „frivole“ Nummer  an, was das Publikum erheitert zur Kenntnis nahm. Und tatsächlich, in „Rock and roll guitar man“ versprühte Frau Zoe unheimlichen Sexappeal und zeigt ihrem guitar man ihre erotisch/exotische Seite, was dieser mit unglaublichen Gitarrenlicks beantwortete. Überhaupt, Jan Laacks war für mich, neben Layla, der Mann des Abends. Handwerklich perfekt ist er ein wahrer Saitenmeister, der das instrumentale Geschehen ständig dominierte, ohne den Bassman und Drummer hier in den Hintergrund stellen zu wollen, doch viel mir Jan hier am herausragendsten auf. Der junge Musiker wird uns hoffentlich noch viel Freude bereiten.

Für den Zugabenteil wechselte die Kanadierin ihr Tracht, um uns anschließend in einem hellblauen Dress von einmal richtig ein zu heizen.

Ich machte mich meinerseits auf dem Weg zum Bahnhof, den letzten Song verpassend, da ich unbedingt noch eine akzeptable Verbindung heimwärts erreichen wollte…..

 

 

Erst zuhause, und auch erst einen Tag später, fiel mir ein, dass ich vor dem Konzertbesuch doch mal den ein- oder anderen Vergleich zu Janis Joplin hegen wollte, aber der Gedanke verschwand schon nach wenigen Stücken während ihres Auftrittes aus meinem Kopf. Janis Joplin war und bleibt ein Ikone ihrer Zeit und hoffentlich noch lange lange in den Köpfen nachfolgender Generationen. Layla Zoe, das sind musikalisch blueslastige Tonfarben in höchster Entfaltung, produziert über 40 Jahre nach Janis Joplin, aber nicht weniger authentisch.  Ihr 2013 erschienenes Album „The Lily“ liefert den besten Beweis dafür. Danke Layla !

 

 

See you soon, euer rockfrank

Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie.

Ludwig van Beethoven

Es wird keine Beatles Reunion geben, solange John Lennon weiter tot bleibt.

George Harrison

Das M in MTV stand nie für Musik, es stand schon immer für Money.

Neil Young

Wir mögen alles, was eine heftige Reaktion gegen die Norm darstellt.

Jim Morrison

Ich möchte zeigen, dass Gospel, Country, Blue, Jazz und Rock ein und dasselbe sind.

Etta James

I like beautiful melodies

telling me terrible things.

Tom Waits

Als dann feststand, dass Donald Trump gewonnen hatte, haben wir (Gov`t Mule) umgehend einen ausgedehnten Blues gespielt, um das ganze so aus unseren Systemen herauszukriegen.

Warren Haynes

Eine gute Sache an Musik ist, dass wenn sie dich trifft, du keinen Schmerz spürst.

Bob Marley

Man wird Bob Dylans Lieder auch dann noch hören, wenn wir alle längst tot sind.

Bruce Springsteen

The blues had a baby and they call it Rock`n` Roll.

Muddy Waters

Mick ist Rock, ich bin Roll.

Keith Richards

Ich weiss nicht wer ich bin. Aber das Leben ist zum Lernen da.

Joni Mitchell

Ich habe geträumt, dieses Land hätte mal wieder eine gescheite Regierung! Aber es war nur ein Traum! "Well done, Germany!"

Elton John

Jesus wurde gekreuzigt, weil er bemerkt wurde. Deswegen verschwinde ich häufig von der Bildfläche.

Bob Dylan

Wenn du dich an die 60er erinnern kannst,

warst du nicht dabei. 

Paul Kanter (Jefferson Airplane)

Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

Gustav Mahler

Wir können uns nicht aussuchen wie wir sterben - oder wann. Aber wir können entscheiden, wie wir jetzt leben.

Joan Baez

Es genügt nicht, sich eine neue Regierung über den Kopf zu stülpen wie einen neuen Hut, und dann darauf zu hoffen, dass sich in der Rübe, die darunter steckt, etwas tut.

Frank Zappa

Life is what happens when you have made other plans.

John Lennon

Auf der Bühne habe ich Sex mit 25.000 Menschen. Anschließend gehe ich nach Hause. Alleine.

Janis Joplin

Musik ist eine eigene Lebensform.

Jimi Hendrix

Before Elvis there was nothing.

John Lennon

Clarence hat die E Street nicht verlassen, als er gestorben ist. Er wird sie verlassen, wenn wir sterben.

Bruce Springsteen

Der Blues und eine gute Predigt haben viel gemeinsam.

Muddy Waters

Janis starb an einer Überdosis Janis.

Eric Burdon

Blues ist harte Arbeit.

Gary Moore

Music takes us to a spiritual place.

Layla Zoe

Rock `n` roll ist Weltmusik.

Wolfgang Niedecken

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