in charge of rock `n` roll
                       in charge of rock `n` roll

                         Sophie Hunger             

Die Schweizer Ausnahmekünstlerin zu Gast bei den Leverkusener Jazztagen 2015

 

Ehrlichkeit ist ein eindames Wort geworden. Jenes waren meine Eingangsworte zum Warren Haynes Bericht vom seinem Konzert in Berlin nur 2 Tage vor diesem Ereignis hier. Ehrlichkeit erfuhr ich überraschender Weise auch in den Texten von Sophie Hunger, wenn auch auf eine andere Art. Sie hat das Leben verstanden und einen ganz besonderen Blickwinkel für alle Dinge. Ihr Auftritt bei den Leverkusener Jazztagen im Herbst 2015 war ein einschneidendes Erlebnis in meinem Musikuniversum, denn hier lernte ich mehr denn je ihre Texte zu verstehen, was beim ersten durchhören ihrer Platten nicht immer zwangsläufig einhergeht.

 

Sophie Hunger; Die 1983 in Bern geborene Sängerin ist ein Multitalent. Ihre Musik einzuordnen fällt mir recht schwer, so fühlt sie sich im Jazz zuhause, im Folk, aber auch Soul und Rock sind ihr Welt. Irgendwo daraus bastelt sie ständig an einem Stilmix der ihre ganz eigene Note trägt, und das gelingt ihr vorzüglich. Wer poppige, eingängige Melodien und Texte erwartet, wird hier eher enttäuscht sein. Trotzdem muss man Sophie eine Chance geben und sich intensiv mit ihrem Schaffen beschäftigen, dann wird es einem auch zugänglich und verständlich. Emilie Jeanne-Sophie Welti, so ihr richtiger Name, spricht mehrere Sprachen, und so trägt sie ihre Texte mal in deutsch vor, mal auf französisch, englisch oder in ihrem lokalen Slang, switzerdütsch! Ihr musikalisches Songwritung kennt keine Grenzen. Die Schweizerin ist eigentlich eine "Weltbürgerin", so wuchs sie in Bern, London, Zürich und Bonn auf. Außerdem komponiert sie Filmmusik schreibt Zeitungskolumnen, und und und. Freuen wir uns also  auf einen außergewöhnlichen Abend mit einer außergewöhnlichen Künstlerin auf den Leverkusener Jazztagen 2015!

 

Das Forum in Leverkusen, wo die Veranstaltung stattfand, ist eine ältere Bau, vermutlich aus den 1970` er Jahren, in welchem man noch was von der guten alten Zeit spürt, aus jener, wo die Worte Multifunktionshalle, Arena oder Drom noch im Fremdwörterlexikon standen, bzw. noch gar nicht erfunden waren. Das ganze lief heuer unter dem Rockpalast, der WDR zeichnete also auf.

Der Innenraum des Forums füllte sich nur langsam.
Die Bühne war für den ersten Act des Abend aufgebaut.

Da der Abend unter dem Motto "Woman`s night" angekündigt wurde, erwarteten wir zunächst die amerikanische Sängerin Avery Sunshine. Der Name war mir bis dahin unbekannt, somit hatte ich keine großen Erwartungen an die erste Künstlerin, wurde aber bald schon tunlichst abgestraft. Avery Sunshine machte ihrem Namen von Beginn an alle Ehre, sie strahlte den ganzen Auftritt übers ganze Gesicht und versprühtle jeden Menge Gute Laune. Die aus Pennsylvania stämmig farbige Pianistin, Singer/Songwriterin trug uns, begleitet von einem einzelnen Gitarristen, eigene Kompositionen und Coversongs vor, und hatte das Publikum vom ersten Augenblick an fest im Griff, intigrierte es teilweise in ihre Songs. Knapp 45 Minuten dauerte ihr Auftritt, der sehr gute Laune versprühte, Spaß machte und eine Sängerin mit einer fantastischen Stimme präsentierte.

Es folgte eine kurze Umbauphase in der gewaltiges Equipment für Sophies Auftritt aufgebaut wurde. Mit 15-minüter Verspätung betrat diese dann mit ihrer 4-köpfigen Begleitband die Bühne und wurde frenetisch vom gespannten Publikum begrüßt. In völliger Dunkelheit, nur von einem Scheinwerfer angestrahlt eröffnete sie den Abend mit der wunderschönen Acapella Nummer "Dia Fahrenda" (von ihrem Album "Sketches on sea"), um gleich danach "Supermoon" anzustimmen, dem Titel ihres aktuellen Werkes. Sophie Hunger begrüßte ihr Publikum mit witzigen Worten und baute gleich eine Verbindung zu ihnen auf.

Sophie und ihre internationale Band präsentierten uns eine Reihe von Songs aus ihren verschiedenen Schaffensphasen. Für den dritten Titel, die slow Nummer "Fathr" stetzte sich sie sich ans Klavier und schaffte Atmosphäre. Danach folgten "Love ist not the answer", Heharun", "Queen drifter" und aus "Supermoon", "Die ganze Welt". Im weiteren Verlauf präsenteirte man uns auch Klassiker wie "1983" und "Spaghetti mit Spinat".

Sophie`s Band bestand aus Geoffrey Burton, Simon Gerber, Alexis Anêrilles und Alberto Malu.

Zwischendurch wurde immer wieder mit den Fans kommuniziert.

Nach 1 Stunde und 10 Minuten war dann offizell bereits Schluss, Sophie und ihre Musiker verließen und großem Jubel die Bühne. Es dauerte aber nur eine Minute bis die Sängerin wieder zu ihrer Gitarre griff und die erste Encore eröffnete. "Shape", erneut eine gefühlsbetonte Ballade, trug uns Sophie Hunger im Scheinwerferkegel vor. Anschließend folgte mit "Am Radio", erneut ein Stück aus ihrem aktuellen Album. Der  Applaus brandete nochmal richtig auf, die alte Halle erlebte einen wahren Beifallssturm, die Band verabschiedete sich erneut in die Katakomben. Da es draußen aber keinen deut entspannter wurde, das Auditorium die Band durch ihre stürmischen Ovationen erneut aufforderte das Rampenlicht zu betreten, kam Sophie Hunger mit einem Glas Wein zurück auf die Bühne. Aus ihren Titel "Universum" sprach sie ohne musikalische Begleitung den ergreifenden und weitsichtigen Text auf. Unglaublich was für Fähigkeiten diese Frau besitzt........

Anschließend wurde mit "Superman woman" nochmal ordentlich Gas gegeben, und zum endgültigen Ausklang gab sie mit "Train people" erneut eine wunderschöne Pianoballade zum Besten.

Ein eindrucksvolles Konzerterlebnis endete gegen 22.20 Uhr und wird ein unvergessliches bleiben. Sophie Hunger versteht es ihre Texte auf der Bühne so zu präsentieren dass sie auch vom Publikum verstanden werden, sei es auch mit munteren, einleitenden Worten. Meine Erkenntnis aus diesem bezaubernden Abend ist jene, dass ich ihre Musik intensiver hören werde und sie sicherlich wieder live sehen werde. Danke Sophie für dieses Konzert!

 

 

 

 

rockfrank

Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie.

Ludwig van Beethoven

Es wird keine Beatles Reunion geben, solange John Lennon weiter tot bleibt.

George Harrison

Das M in MTV stand nie für Musik, es stand schon immer für Money.

Neil Young

Wir mögen alles, was eine heftige Reaktion gegen die Norm darstellt.

Jim Morrison

Ich möchte zeigen, dass Gospel, Country, Blue, Jazz und Rock ein und dasselbe sind.

Etta James

I like beautiful melodies

telling me terrible things.

Tom Waits

Als dann feststand, dass Donald Trump gewonnen hatte, haben wir (Gov`t Mule) umgehend einen ausgedehnten Blues gespielt, um das ganze so aus unseren Systemen herauszukriegen.

Warren Haynes

Eine gute Sache an Musik ist, dass wenn sie dich trifft, du keinen Schmerz spürst.

Bob Marley

Man wird Bob Dylans Lieder auch dann noch hören, wenn wir alle längst tot sind.

Bruce Springsteen

The blues had a baby and they call it Rock`n` Roll.

Muddy Waters

Mick ist Rock, ich bin Roll.

Keith Richards

Ich weiss nicht wer ich bin. Aber das Leben ist zum Lernen da.

Joni Mitchell

Ich habe geträumt, dieses Land hätte mal wieder eine gescheite Regierung! Aber es war nur ein Traum! "Well done, Germany!"

Elton John

Jesus wurde gekreuzigt, weil er bemerkt wurde. Deswegen verschwinde ich häufig von der Bildfläche.

Bob Dylan

Wenn du dich an die 60er erinnern kannst,

warst du nicht dabei. 

Paul Kanter (Jefferson Airplane)

Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

Gustav Mahler

Wir können uns nicht aussuchen wie wir sterben - oder wann. Aber wir können entscheiden, wie wir jetzt leben.

Joan Baez

Es genügt nicht, sich eine neue Regierung über den Kopf zu stülpen wie einen neuen Hut, und dann darauf zu hoffen, dass sich in der Rübe, die darunter steckt, etwas tut.

Frank Zappa

Life is what happens when you have made other plans.

John Lennon

Auf der Bühne habe ich Sex mit 25.000 Menschen. Anschließend gehe ich nach Hause. Alleine.

Janis Joplin

Musik ist eine eigene Lebensform.

Jimi Hendrix

Before Elvis there was nothing.

John Lennon

Clarence hat die E Street nicht verlassen, als er gestorben ist. Er wird sie verlassen, wenn wir sterben.

Bruce Springsteen

Der Blues und eine gute Predigt haben viel gemeinsam.

Muddy Waters

Janis starb an einer Überdosis Janis.

Eric Burdon

Blues ist harte Arbeit.

Gary Moore

Music takes us to a spiritual place.

Layla Zoe

Rock `n` roll ist Weltmusik.

Wolfgang Niedecken

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