in charge of rock `n` roll
                       in charge of rock `n` roll
Dieses Feuer brennt seit 50 Jahren!
The Crazy World Of

                            Arthur Brown

    feiern großes Jubiläum von

                                   "Fire"

Ein Gastbeitrag von Martin Knauer

 

1968 öffneten sich die Pforten der Hölle und seit nun 50 Jahren brennt dessen Feuer auf der Ganzen Welt. Doch das Armageddon blieb aus und es stellt sich heraus, dass der Gott des Höllenfeuers alles andere als zerstörerisch und bösartig ist (eigentlich ist er sogar ein verdammt netter Kerl!). Denn was die Hölle in jenem Jahr ausspuckte, sollte einen enormen Einfluss auf die Musikgeschichte haben und Bands wie zum Beispiel Alice Cooper, Kiss, Marilyn Manson oder Iron Maiden maßgeblich beeinflussen! Die rede ist von der Single „Fire“ und dem dazugehörigen Album von The Crazy World Of Arthur Brown. Um diesen Hit zu feiern ging Arthur Brown auf Jubiläumstour und machte dabei auch halt in Deutschland.

 

Why is it so cold out here? (so cold!)

Mitte November 2018 ist es nass und kalt in Deutschland. Verschnupfte Nasen in jeder Bahn und auf jeder Straße. Die Menschen fangen an sich dick anzuziehen, denn der Winter kommt spürbar näher. Doch The Crazy World Of Arthur Brown ist auf Tour und heizte den Deutschen gehörig ein. In insgesamt acht Städten* (und ein Gig in der Schweiz) konnten sich die Kältegeplagten ihre Portion wohltuendes Höllenfeuer abholen. Selber schuld, wer sich dieses Angebot hat entgehen lassen!

 

The price of your entry is sin und dafür gab es eine Retrospektive durch das meisterhafte Album von 1968 wobei „Fire“ als eine Art Rahmen der Shows fungiert. Doch auch Songs wie zum Beispiel „Touched By All“ oder „The Unknown“ vom letzten Studioalbum „Zim Zam Zim“ wurden gespielt, so wie Klassiker aus Arthurs Zeit mit Kingdom Come wie „Time Captives“.

Voller Energie beweist er jeden Abend aufs Neue, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört und dabei sieht man Arthur seine 76 Jahre nicht an! Tanzend und hüpfend bewegt er sich über die Bühne. Auch seine mehrere Oktaven umfassende Stimme, mittlerweile natürlich etwas älter klingend, ist dabei aber trotzdem noch genauso fit wie 1968! Und so lässt er Abend für Abend das Album immer wieder neu und frisch wirken.

Bilder vom Konzert in Offenbach

Oh, you're gonna burn all night!

Doch nicht nur alleine die ungeheure Energie und Ausstrahlung des „God of Hell Fire“ himself ließen diese Tour zu etwas besonderem werden! Zusammen mit seiner Band sorgten die sechs Künstler dafür, das man jeden Abend in eine magische Welt, voller Zauber, Liebe, Leid und Leidenschaft, Licht und Träume, mitgenommen wird. Dabei sind alle Musiker perfekt auf einander abgestimmt. Jeder weiß was er zu tun hat und die Kommunikation unter den Bandmitgliedern funktioniert reibungslos über Augenkontakt!

Die Band, das sind Jevon Beaumont am Bass (gleichzeitig Bandleader), Helen Durden an der Gitarre, Robin O'Keeffe am Schlagzeug, Matt Gest am Keyboard und durch die Tanzeinlagen von Angel Flame Fallon wird der ganze Zauber komplettiert.

Verschiedene Kostüme gehören natürlich auch zur Bühnenshow. Nach gefühlt jedem Song wechselt Arthur das Outfit und nimmt einen so immer wieder in eine neue Welt mit. Besonders erwähnenswert ist dabei sein Kostüm welches er jedes mal während des Songs „Touched By All“ anzog. Ein Overall an dessen Gürtel bunt blinkende Lichter und Glasfaserfäden befestigt sind, die sich wie ein Leuchtender Umhang um Arthur Körper winden. Gleichzeitig lässt er alle Lichter und Scheinwerfer im Raum ausschalten (das klappte von Location zu Location mal gut mal weniger gut, aber irgendwie klappte es immer!) so das es möglichst Dunkel ist. Denn nur so kann dieses Kostüm seine ganze Pracht entfalten. Wahrhaft hypnotisierend!

Bilder vom Konzert in Pforzheim

Ein weiteres Highlight der Tour war das Screamin' Jay Hawkins Cover „I Put A Spell On You“. Arthur entriss während des Songs jedes mal Matt das Keyboard und beide jagten sich in wilden Verrenkungen über die Bühne. Dabei schaffte es Matt immer mindestens eine Hand auf den Tasten zu haben und sicher weiter zu spielen (Respekt vor so viel Können!). Gelegentlich kam die erste Reihe bei diesem Stück, für einen kurzen Moment in den Genuss selber ein Teil der Band zu werden (z.B. in Mannheim)! Nach dem Matt sein Keyboard zurück erobert hatte, hielt er das Instrument ins Publikum und jeder durfte mal in die Tasten hauen. Wahrscheinlich unvergesslich für alle die dieses Glück hatten.

I was falling into the flames

And I knew that I was gonna burn!

I was gonna burn!

Oh, it's so hot in here“, ...

… denn begleitet wurden alle Song von Helens heißen Gitarrenriffs. Rhythmisch und solistisch überzeugte sie in ganzer Linie. Auch braucht sie keinen Vergleich mit den ganz Großen der Musik zu scheuen! Ihre Soli laden dazu ein in ihren Tiefen zu versinken oder voller Ekstase jeder neuen Note entgegen zu fiebern und man denkt sich nur: „Bitte nicht aufhören“!

Jevons Bass gibt jeden Song eine besondere Tiefe und das nicht nur im musikalischen Sinne. Jede Note kommt in der nötigen Intensität, die es der jeweilige Song erfordert. Nie ist ein Ton zu stark oder zu zaghaft gespielt sondern immer genau richtig. Auch solistisch ist sein Spiel ein Genuss und er zeigt was alles aus diesem Instrument rauszuholen ist.

Robins Drums sind kraftvoll und energisch, präzise und locker. Er versteht es den Songs den nötigen drive zu geben. Jeder Rhythmus, jedes Tempo, kein Problem für diesen begabten Schlagzeuger. Keith Moon wäre bestimmt stolz gewesen mit ihm zusammen jammen zu dürfen!

Den letzten Schliff der Bühnenshow verleiht Angel Flame Fallon. Ihre Kostüme und Tanzeinlagen sorgen für ein Varieté-Feeling. Sie schafft es ganze Geschichten nur mit ihrem Körper zu erzählen.

Gitarristin Helen Durden in Mannheim

Bilder vom Konzert in Pforzheim und Mannheim

There's only one way out! Go bathe yourself in fire!

Diese charismatische und bodenständige Band zogen das Publikum mit der ersten Note in ihren Bann. Die Stimmung war großartig und jeder Tag aufs neue etwas ganz besonderes. Immer anders aber immer voller Zauber und magischer Momente. Arthur und seine Band bewiesen jeden Abend aufs neue, dass das Album The Crazy World Of Arthur Brown und die dazugehörigen Single Fire zeitlose Klassiker sind, die auch nach 50 Jahren alles andere als eingestaubt sind und wie „Electric Ladyland“ der Jimi Hendrix Experience oder „Sticky Fingers“ der Rolling Stones zu den wegweisende Klassiker der Rockgeschichte zählt. Alben also die auch kommende Generationen an Musikern weiterhin maßgeblich beeinflussen werden!

Bleib zu hoffen, dass es bald ein Wiedersehen gibt und das The Crazy World Of Arthur Brown noch lange ihr Publikum begeistern wird!

Bilder vom Konzert in Mannheim

ALL PHOTOS BY: Martin Knauer

 

 

 

* Die "Fire" Tour:

  • 16.11.2018 – Stemwede – Life House

  • 17.11.2018 – Jena – Cosmic Dawn

  • 18.11.2018 – Kassel – Theaterstübchen

  • 20.11.2018 – Offenbach – KJK

  • 21.11.2018 – Pforzheim – Kulturhaus Osterfeld

  • 22.11.2018 – Lindenberg – KIK Kulturboden

  • 23.11.2018 – Nürtingen – Kuckucksei

  • 24.11.2018 – Mannheim – 7er Club

Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie.

Ludwig van Beethoven

Es wird keine Beatles Reunion geben, solange John Lennon weiter tot bleibt.

George Harrison

Das M in MTV stand nie für Musik, es stand schon immer für Money.

Neil Young

Wir mögen alles, was eine heftige Reaktion gegen die Norm darstellt.

Jim Morrison

Ich möchte zeigen, dass Gospel, Country, Blue, Jazz und Rock ein und dasselbe sind.

Etta James

I like beautiful melodies

telling me terrible things.

Tom Waits

Als dann feststand, dass Donald Trump gewonnen hatte, haben wir (Gov`t Mule) umgehend einen ausgedehnten Blues gespielt, um das ganze so aus unseren Systemen herauszukriegen.

Warren Haynes

Eine gute Sache an Musik ist, dass wenn sie dich trifft, du keinen Schmerz spürst.

Bob Marley

Man wird Bob Dylans Lieder auch dann noch hören, wenn wir alle längst tot sind.

Bruce Springsteen

The blues had a baby and they call it Rock`n` Roll.

Muddy Waters

Mick ist Rock, ich bin Roll.

Keith Richards

Ich weiss nicht wer ich bin. Aber das Leben ist zum Lernen da.

Joni Mitchell

Ich habe geträumt, dieses Land hätte mal wieder eine gescheite Regierung! Aber es war nur ein Traum! "Well done, Germany!"

Elton John

Jesus wurde gekreuzigt, weil er bemerkt wurde. Deswegen verschwinde ich häufig von der Bildfläche.

Bob Dylan

Wenn du dich an die 60er erinnern kannst,

warst du nicht dabei. 

Paul Kanter (Jefferson Airplane)

Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

Gustav Mahler

Wir können uns nicht aussuchen wie wir sterben - oder wann. Aber wir können entscheiden, wie wir jetzt leben.

Joan Baez

Es genügt nicht, sich eine neue Regierung über den Kopf zu stülpen wie einen neuen Hut, und dann darauf zu hoffen, dass sich in der Rübe, die darunter steckt, etwas tut.

Frank Zappa

Life is what happens when you have made other plans.

John Lennon

Auf der Bühne habe ich Sex mit 25.000 Menschen. Anschließend gehe ich nach Hause. Alleine.

Janis Joplin

Musik ist eine eigene Lebensform.

Jimi Hendrix

Before Elvis there was nothing.

John Lennon

Clarence hat die E Street nicht verlassen, als er gestorben ist. Er wird sie verlassen, wenn wir sterben.

Bruce Springsteen

Der Blues und eine gute Predigt haben viel gemeinsam.

Muddy Waters

Janis starb an einer Überdosis Janis.

Eric Burdon

Blues ist harte Arbeit.

Gary Moore

Music takes us to a spiritual place.

Layla Zoe

Rock `n` roll ist Weltmusik.

Wolfgang Niedecken

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