in charge of rock `n` roll
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Physical graffiti in New York -                      Das Tenement Haus

 

Auf Spurensuche in New York –

 

Aus dem Leben von

Robert Plant und Jimmy Page

 

Led Zeppelin… Ich soll noch weiter schreiben? Ist mit diesen beiden Worten nicht eigentlich schon alles gesagt?! Schreibt der Bandname nicht alleine schon Musikhistorie?! Natürlich! Steht es mir also überhaupt zu über das Luftschiff zu schreiben, ich, ein junggebliebener Jahrgang 71?! Das dürft ihr entscheiden, am Ende meines Berichtes. Liebe Rock n roll Gemeinde, euch erwartet nun eine Led Zeppelin Reise der besonderen Art, die euer Rock n roll Herz höher schlagen lässt; Ich suchte das Tenement Haus in New York city auf, welches auf ihrer Doppel LP Physical graffiti prangert, um zu sehen ob es noch exestiert und was für „Geheimnisse“ das Cover birgt. Aufmerksamkeit erregt?! Dann freut euch jetzt auf Physcial graffiti in New York - und haltet euch ein Bier bereit, ihr werdet es brauchen,  let`s rock n roll!

 

Entwickele ich also nun den nötigen Respekt vor der Band, besitze ich die erforderliche Ehrfurcht?! JA. Bin ich also prädestiniert mich an ihre Biographie, an ihr Schaffen zu überhaupt zu wagen? NEIN, selbstverständlich nicht. Aber meine Erfahrungen will ich trotzdem mit euch teilen, denn bei einer meiner Reisen im Jahr 2009 durfte ich Teilhaben, durfte ich ein ganz klein wenig Led Luft schnuppern, in Big Apple, auf den Spuren eines ihrer Werke aus dem Jahr 1975, 4 Jahre also nach meinem Durchbruch ans Tageslicht…. Fans gepflegten Hardrocks, kommt mit mir auf eine Reise im Auftrag des Rock n roll, in der wir gemeinsam auf den Spuren einer großartigen Band wandeln werden!

 

Und jetzt mal Hand aufs Herz Leute: Plagiatsvorwürfe hin, -satanische Botschaften (in Stairway to heaven, angeblich wenn man den Refrain rückwärts laufen lässt….) her, wen schert`s?? Ist ihre Musik nicht bahnbrechend? Fängt nicht jeder Fuß, jede Haarpracht, ja gar jede Phase eures Körpers an zu vibrieren wenn Page die Saiten anschlägt? Wenn alleine benanntes „Stairway to heaven“ ertönt, schwebt ihr nicht auch auf Wolke 7 des Gleichen?! Mir bleibt also gar keine andere Wahl als das erlebte, auch wenn es schon etwas zurück liegt, hier mit euch zu teilen.

 

Die Ideen entstand eigentlich sehr spontan - Dezember 2009, der zweite New York Besuch stand meiner Frau und mir bevor, als ich irgendwo etwas über das Album Physical Graffiti las, wahrscheinlich rein zufällig. Über die Stadt an sich habe ich mich ja schon ausführlich in meinem John Lennon Bericht ausgelassen. Hier aber noch mal 2 Impressionen.

 

Einfach unbeschreiblich diese Metropole!! Das ausschlaggebende an diesem Bericht ist jedenfalls die Tatsache dass das Cover der Platte zwei Häuser in New York zeigt, irgendwo in Big Apple, und schon war die Idee geboren! Einen Trip zu jenen Gebäuden, sofern sie noch existierten, sollte doch innerhalb unseres Aufenthalts möglich sein, nein es war Pflicht! Also machte ich mich daran nähere Informationen diesbezüglich zu erlangen, und wurde im worldwideweb auch relativ schnell fündig. Bingo, es gab sie noch! Die Straße 96/98 St. Mark`s place zierte seit dem die gelbe Farbe meines Textmarkers in einem New York Stadtplan. Bevor es nun aber weitergeht, dürft ihr ab jetzt aktiv an meinem Bericht mitwirken:

 

Jeder geht jetzt mal zu seinem Plattenschrank und kramt die Doppel LP „Physical graffiti“ vorsichtig raus dem Regal. Hey Moment, keine remastered Doppel CD Ausgabe, bring sie bitte zurück! Wir reden hier von einem analogen Tonträger. Eine Schallplatte ist eine kreisrunde schwarze Scheibe aus Polyvinylchlorid, die in einer Schutzhülle steckt, welche wiederum in einem Schallplattencover aufbewahrt wird. Genau, die „Älteren“ unter euch wissen was ich meine… Obwohl es glücklicherweise auch wieder viele junge Leute gibt, die diese Art des Tonträgers zu schätzen wissen greifen ja doch viele zur CD Ausgabe…. Aber zurück zum Thema; Physical Graffiti, 1974 produziert, 1975 erschienen, war bereits dass 6. Album der Band und erhielt in den U.S.A. 16-mal Platin Status! Neben vielen neuen Stücken enthielt es auch ältere Kompositionen, die bei diversen jam sessions zu früheren Alben übriggeblieben waren. Hier waren viele Einflüsse vertreten, z.B. Hardrock, Folk und Blues. Und dann das Cover; Sieht es nicht treffend aus adäquat der damaligen Zeit? Eine heruntergekommene Häuserreihe Baujahr keine Ahnung, Zweiunddreißig Fenster, zwei Türen, zwei Treppen. Auf einer jener sitzt ein Typ und scheint sich zu langweilen. Und wie fühlt es sich an? Die Fenster sind beidseitig ausgestanzt, es gibt also richtig was zum anfassen. Man kann die Inlays wenden und erzeugt so neue Situationen hinter den Scheiben, denn diverse berühmte Persönlichkeiten sind auf den Innenhüllen abgebildet, unter anderen Neil Armstrong, Cleopatra und Plant selbst. Eingroßes Infoblatt wiederum umgibt die Innenhüllen und zeigt einerseits den Albumtitel in den Fenstern, rückseitig die Nachtansicht des Hauses. Ein tolles Gimmick-Cover, auch wenn es nicht zum Klappen ist.

Und diesem Cover, genauer gesagt den abgebildeten Häusern darauf, gehen wir nun mal auf den Grund. Zu Einstimmung schlage ich vor dass ihr die erste Scheibe nun mal vorsichtig auf euren Phono hievt und die Nadel behutsam auf die Startrille setzt. Ja, es rauscht, es knistert ein wenig, audiophile Luft flimmert durch die Stube, ich kann mich einer Gänsehaut nicht erwehren. Doch die ist schnell einem elektrisierendem Schub Energie gewichen, die kurz darauf durch meinen Körper fließt - „Custard pie“, was für eine power! Gradlinger Rock vom Feinsten mit psychedelischer Griffbretteinlage. Wenn dass mal kein Opener vom Feinsten ist !!

 

 

Es war unser letzter Tag in der Stadt, als wir auf dem Rückweg von der Südspitze Manhattans die Straße St. Mark`s place aufsuchen wollten. Unsere Stimmung war gut, das Wetter hingegen weniger freundlich und recht launisch. Nach einigem studieren des auf den ersten Blick komplizierten Stadtplans und mittlerweile doch leicht genervt vom feinen Nieselregen, gelangten wir nach einigem Suchen endlich zur Straße St. Mark`s place. Leider hatte ich mir nicht die Hausnummer gemerkt, und die Straße war nicht die kleinste… Nach erfolglosem optischen suchen der beiden Gebäude entschloss ich mich jemanden nach den gesuchten Objekten zu fragen. Bloß wie stellt man dass an? „Hey, du kennst doch noch das Album Physical Graffiti von Led, weißt du genau wo die Häuser von jenem Cover stehen?“ Hm, das schien mir doch zu unqualifiziert. Nachher kennt Peson nicht mal die Scheibe. Nein, unmöglich, jeder kennt Physical Graffiti! Plötzlich sah ich die Lösung vor meinen Augen; Ein kleiner Plattenladen mit second hand und Neuwaren. Bingo, da würde ich fragen. Der Besitzer war ein netter ältere Herr, was mir gleich neue Hoffnung gab. Der Laden war ziemlich chaotisch sortiert, soweit man hier von sortiert sprechen konnte, aber erwähnter Inhaber konnte mir gleich die gewünschte Information übermitteln. Wir standen praktisch schon davor. Einmal ums Eck, also zurück in die St. Marks Straße und gleich die Häuser relativ am Anfang waren die gesuchten! Yuppie, ich hatte sie gefunden! Das Tenement Haus, wie es auch genannt wird, war prinzipiell dass perfekte Gebäude für das Cover. Aber…. Es hatte 5 Etagen, wie ihr auf meinen Foto erkennen könnt.

 

Und jetzt nehmt euch noch mal eure LP zur Hand und zählt mal bitte die Etagen auf dem Cover; Es sind nur 4! Ehrlich gesagt ist mir dieser Umstand auch nie aufgefallen, aber das Internet belehrte mich eines besseren. Mike Doud, der mitverantwortlich für das Artwork war, retuschierte eine Etage einfach weg, dem Computer sei Dank, auch schon 1975, damit das Haus die richtige Größe für dass Cover hatte. Die Scheibe konnte an den Start gehen. Und was uns da alles um die Ohren gehauen wird, „Bron-yr-aur“, „Sick again“, „Houses of the holy“, „Trampled under foot“, „Kashmir“. Letztgenannte wollen wir und nun mal anhören und eine kleine Lesepause einlegen, ihr könnt also wieder die Nadel auf dass Vinyl senken. Meine Herren geht das ab!

 

Zurück nach New York: Mittlerweile hörte der Regen gar nicht mehr auf und trübte die Freude auf ein paar schöne Bilder, denn die Kamera durfte ja nicht nass werden. Trotzdem gelangen mir ein paar gute Aufnahmen, wenngleich ich gerne mehr und intensiver fotografiert hätte, aber Regen und Zeit (wir fuhren bald darauf zum Flughafen) wollten mir kein Zeitfenster mehr einräumen. Egal, ich war da, nur das zählt. Eine Scheibe welche in keiner guten LP Sammlung fehlen darf, schrieb hier durch ihr Cover ein Stück Geschichte. Die Bauwerke prägen hier in unveränderter Form das Straßenbild, nur im Suterain befinden sich nun ein Chinaimbiss und ein komischer keine Ahnung Laden. Mögen die aktuellen Mieter des Hauses zu schätzen wissen wo sie da eigentlich wohnen!

 

Lasst uns zuletzt nun „Black country woman“ auflegen, eine schöne, akustische Nummer, welche daher im krassen Gegensatz zum orchestral angelegten Kashmir steht, in der Jimmy Page abhold seiner Gewohnheit übrigens eine Danelectro spielt.

 

Abschließend bleibt aber noch eine Frage zu klären; Wer sitzt da eigentlich so teilnahmslos auf der Treppe? Die Person kann man bei fotografieren doch nicht übersehen haben?! Nein, die Person sitzt schon ganz bewusst dort. Es handelt sich hierbei um Roy Harper, einem britischen Singer-Songwriter und Freund der Band. Ihm zu Ehren nahmen Led Zeppelin bereits auf ihrem Album Led Zeppelin III den Song „Hats off to (Roy) Harper“ auf. Roy wiederum war ein Bewunderer ihrer Musik. Jimmy Page spielte seinerseits die Klampfe auf Harpers Album „Stormcock“ ein.

 

So, dass wäre es dann fast gewesen von meinem kleinen Trip. Ich hoffe es hat euch ein wenig gefallen und ihr konntet etwas in Erinnerungen schwelgen…. Bleibt zu hoffen dass sich Robert Plant vielleicht doch noch mal aufraffen kann um zusammen mit Jimmy Page und dem Sohn des verstorbenen John Bonham, Jason Bonham, dass Luftschiff nach ihrem Sensationskonzert 2007 in London noch mal aufleben zu lassen.

 

 

In jenem Sinne, rock your life, see you soon, euer rockfrank

Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie.

Ludwig van Beethoven

Es wird keine Beatles Reunion geben, solange John Lennon weiter tot bleibt.

George Harrison

Das M in MTV stand nie für Musik, es stand schon immer für Money.

Neil Young

Wir mögen alles, was eine heftige Reaktion gegen die Norm darstellt.

Jim Morrison

Ich möchte zeigen, dass Gospel, Country, Blue, Jazz und Rock ein und dasselbe sind.

Etta James

I like beautiful melodies

telling me terrible things.

Tom Waits

Als dann feststand, dass Donald Trump gewonnen hatte, haben wir (Gov`t Mule) umgehend einen ausgedehnten Blues gespielt, um das ganze so aus unseren Systemen herauszukriegen.

Warren Haynes

Eine gute Sache an Musik ist, dass wenn sie dich trifft, du keinen Schmerz spürst.

Bob Marley

Man wird Bob Dylans Lieder auch dann noch hören, wenn wir alle längst tot sind.

Bruce Springsteen

The blues had a baby and they call it Rock`n` Roll.

Muddy Waters

Mick ist Rock, ich bin Roll.

Keith Richards

Ich weiss nicht wer ich bin. Aber das Leben ist zum Lernen da.

Joni Mitchell

Ich habe geträumt, dieses Land hätte mal wieder eine gescheite Regierung! Aber es war nur ein Traum! "Well done, Germany!"

Elton John

Jesus wurde gekreuzigt, weil er bemerkt wurde. Deswegen verschwinde ich häufig von der Bildfläche.

Bob Dylan

Wenn du dich an die 60er erinnern kannst,

warst du nicht dabei. 

Paul Kanter (Jefferson Airplane)

Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

Gustav Mahler

Wir können uns nicht aussuchen wie wir sterben - oder wann. Aber wir können entscheiden, wie wir jetzt leben.

Joan Baez

Es genügt nicht, sich eine neue Regierung über den Kopf zu stülpen wie einen neuen Hut, und dann darauf zu hoffen, dass sich in der Rübe, die darunter steckt, etwas tut.

Frank Zappa

Life is what happens when you have made other plans.

John Lennon

Auf der Bühne habe ich Sex mit 25.000 Menschen. Anschließend gehe ich nach Hause. Alleine.

Janis Joplin

Musik ist eine eigene Lebensform.

Jimi Hendrix

Before Elvis there was nothing.

John Lennon

Clarence hat die E Street nicht verlassen, als er gestorben ist. Er wird sie verlassen, wenn wir sterben.

Bruce Springsteen

Der Blues und eine gute Predigt haben viel gemeinsam.

Muddy Waters

Janis starb an einer Überdosis Janis.

Eric Burdon

Blues ist harte Arbeit.

Gary Moore

Music takes us to a spiritual place.

Layla Zoe

Rock `n` roll ist Weltmusik.

Wolfgang Niedecken

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