in charge of rock `n` roll
                       in charge of rock `n` roll

Joanne Shaw Taylor

 

 

 

 

 

Almost always never

Joanne Shaw Taylor hat den Bluesrockmarkt in jüngster Vergangenheit ganz schön aufgewirbelt, und „Gitarrengott“ Joe Bonamassa bezeichnete sie eint voll des Lobes als Killer-Gitarristin. Bereits 2009 debütierte die junge Engländerin erfolgreich mit dem Album „White sugar“, und legte gleich im darauf folgenden Jahr mit „Diamonds in the dirt“ ihr (meiner Meinung nach) bisheriges Meisterwerk nach. Im September 2012 erschien dann ihr drittes Werk, „Almost always never“ auf dem renommierten Label Ruf Records, unter Mitwirkung des Erfolgsproduzenten Mike McCarthy. Nach den sehr starken Vorgängeralben war meinem Dürsten nach mehr zu jener Zeit endlich Genüge getan, und im Erscheinungsjahr ihres 4. Albums 2014, „The dirty truth“, verlangt es in mir in stiller Vorfreude noch mal intensiv nach ihrem Drittwerk. Die Gewinnerin der „Best British Female Vocalist“- Award 2010 und 2011 hält auf „Almost always never“ 12 Stücke für uns bereit, di s nun gilt noch einmal aufzuarbeiten. Aufgenommen wurde das Album in Austin, Texas, fernab ihrer Heimat, denn Frau Taylor lebt schon seit einiger Zeit in den Staaten.

 

Und die stimmstarke Vokalistin lässt es gleich zu Anfang mächtig krachen, unterstreicht ihr Talent eindrucksvoll. „Soul station“ heißt der erste Song und er hat es mächtig in sich. Mit sicherer Hand verlangt sie gleich im Opener ihrem Griffbrett alles ab. Die Rhythmus Sektion, bestehend aus David Garza (Keyboard), Billy White (Bass/Slide Gitarre) und J.J. Johnson (Schlagzeug), groovt was dass Zeug hält. Es klingt funky, laut und schmutzig. Ich fühle mich fast ein wenig überrumpelt von dem Gitarrengewitter, bin ich doch von ihren vorherigen Longplayern weniger komplexe Arrangements gewohnt. Aber auch Joanne entwickelt sich weiter und experimentiert mit verschiedenen Songstrukturen. Es funkt, es schmettert. Doch schon beim 2. Song, „Beautiful broken“ schlägt mein Puls wieder normal, erdiger, bluesiger Groove war eher meine Erwartungshaltung auf diesem Album, und den bekomm ich hier. Er wirkt fast balladesk gegen die Eröffnungsnummer und nimmt einen direkt mit. Ähnlich zieht sich der Blues auch durch „You should stay“, i should go“ und „Piece of the sky“, wobei „You should stay, i should go“ trotz heiter wirkender Melodie von einer gescheiterten Liebesbeziehung mit Suizidabsicht handelt und einen textlich in entsprechende Stimmung versetzt. In „Army of one“ schlägt die Protagonistin dann gar akustische Klänge an, der Song erinnert gut gelungen etwas an das Country Genre, also auch diese Einflüsse versteht sie bestens einzubinden. “Jealousy“, der 6. Titel des Werkes, ist mit Abstand der ruhigste Song unter den 12 Stücken und gleichzeitig der intensivste, geht mir gleich unter die Haut. Der Song steigert sich von Nuance zu Nuance, fesselt mich quasi an meinen Stuhl. Joanne brilliert mit einem gefühlvollen Gitarren-Riffing zum Ende des Liedes, ebenso kommt das Keyboard hier dezent und gut platziert zum Einsatz, ich bin überwältigt. Ihr akzentuiertes Gitarrenspiel ist einfach perfekt!

 

Mit „Almost always never“, dem Titel des Silberlings, steht ein weiterer ruhiger Song am Start, der unheimlich tiefgreifend ist und sehr ausdrucksstark. Dem entgegen vermisse ich nun aber ein paar rockigere Klänge nach den vielen tollen ruhigen Nummern und werde mit „Tied & bound“ dann endlich erhört. Dankbar erweise ich diesem Stück mit dem Anheben des Levels auf der Lautstärkeskala meines Verstärkers die Ehre, mein Fuß fängt unaufgefordert an zu wippen, Riff-geladene Grooves und ein treibender Beat stecken an. Gefällig bleibt es dann auch bei „A hand in Love“. In“ Standing to fall“ wird wieder mächtig losgelegt, es kracht, die Frau hat alles im Griff! Virtuos soliert sie sich weiter von Stück zu Stück, immer in Einvernehmen mit ihrer Hintermannschaft. “Maybe tomorrow“ läuft locker flockig 06:31 Minuten durch den Raum, immer dominiert von ihrer eingängigen Stimme und tollen Gitarreneinlagen, bevor es im Schlusssong „Lose myself to loving you“ noch einmal ruhiger zugeht, ein perfekt eingebundenes Piano, ein würdiger Abschluss des Silberlings!

 

Fazit: Auch wenn mir die Songs von „White sugar“ und „Diamonds in the dirt“ ein wenig griffiger, rockiger, ein bisschen erdiger erscheinen, ist ihr 2012`er Album auf jeden Fall ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Bluesrock-Queen. Den Songwirting-Prozess diesmal etwas verändert, die Stücke ein wenig anders arrangiert, ist die bluesrockende Saitenzupferin Joanne Shaw Taylor auf dem besten Weg nach ganz oben. Daumen hoch also und ganz klar eine Kaufempfehlung vom Rezensenten. Da fällt die Vorfreude auf „The dirty truth“ nun noch größer aus…..!

 

 

 

rockfrank

 

Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie.

Ludwig van Beethoven

Es wird keine Beatles Reunion geben, solange John Lennon weiter tot bleibt.

George Harrison

Das M in MTV stand nie für Musik, es stand schon immer für Money.

Neil Young

Wir mögen alles, was eine heftige Reaktion gegen die Norm darstellt.

Jim Morrison

Ich möchte zeigen, dass Gospel, Country, Blue, Jazz und Rock ein und dasselbe sind.

Etta James

I like beautiful melodies

telling me terrible things.

Tom Waits

Als dann feststand, dass Donald Trump gewonnen hatte, haben wir (Gov`t Mule) umgehend einen ausgedehnten Blues gespielt, um das ganze so aus unseren Systemen herauszukriegen.

Warren Haynes

Eine gute Sache an Musik ist, dass wenn sie dich trifft, du keinen Schmerz spürst.

Bob Marley

Man wird Bob Dylans Lieder auch dann noch hören, wenn wir alle längst tot sind.

Bruce Springsteen

The blues had a baby and they call it Rock`n` Roll.

Muddy Waters

Mick ist Rock, ich bin Roll.

Keith Richards

Ich weiss nicht wer ich bin. Aber das Leben ist zum Lernen da.

Joni Mitchell

Ich habe geträumt, dieses Land hätte mal wieder eine gescheite Regierung! Aber es war nur ein Traum! "Well done, Germany!"

Elton John

Jesus wurde gekreuzigt, weil er bemerkt wurde. Deswegen verschwinde ich häufig von der Bildfläche.

Bob Dylan

Wenn du dich an die 60er erinnern kannst,

warst du nicht dabei. 

Paul Kanter (Jefferson Airplane)

Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

Gustav Mahler

Wir können uns nicht aussuchen wie wir sterben - oder wann. Aber wir können entscheiden, wie wir jetzt leben.

Joan Baez

Es genügt nicht, sich eine neue Regierung über den Kopf zu stülpen wie einen neuen Hut, und dann darauf zu hoffen, dass sich in der Rübe, die darunter steckt, etwas tut.

Frank Zappa

Life is what happens when you have made other plans.

John Lennon

Auf der Bühne habe ich Sex mit 25.000 Menschen. Anschließend gehe ich nach Hause. Alleine.

Janis Joplin

Musik ist eine eigene Lebensform.

Jimi Hendrix

Before Elvis there was nothing.

John Lennon

Clarence hat die E Street nicht verlassen, als er gestorben ist. Er wird sie verlassen, wenn wir sterben.

Bruce Springsteen

Der Blues und eine gute Predigt haben viel gemeinsam.

Muddy Waters

Janis starb an einer Überdosis Janis.

Eric Burdon

Blues ist harte Arbeit.

Gary Moore

Music takes us to a spiritual place.

Layla Zoe

Rock `n` roll ist Weltmusik.

Wolfgang Niedecken

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