in charge of rock `n` roll
                       in charge of rock `n` roll

                  Marcus King - El Dorado

VÖ: 17.01.2020                                                  PHOTO BY: Alysee Gafkjen

Label: Fantasy Records

Producer: Dan Auerbach

Der jungen Ausnahmemusiker Marcus King ist derzeit in aller Munde. Sein selbstbetitelter „soul-beeinflusster, psychedelischer Southern-Rock“ ist tief verwurzelt in der Tonkunst der 1970` er Jahre. Das Marcus selber erst 21 ist, hört man dem Sprössling des Bluesmusiker Marvin King jedoch überhaupt nicht an. Wüsste man nicht um seine „Jugend“ könnte man glatt meinen er hätte sich Marty McFlys Delorean geborgt und käme direkt aus genanntem Jahrzehnt zu uns. Ob Country, Blues-Rock, Southern-Soul oder Jazz, umgesetzt mit Saxophone, Orgel, Drums, Gitarre, Bass oder Trompeten, Bläserfraktionen, King harmonisiert und verschmelzt alles zu einem einzigartigen Sound, der ihn in jenen jungen Jahren bereits jetzt schon so ausmacht. Sein Mentor ist übrigens Gov`t Mule Mastermind Warren Haynes, was schon alleine für sich sprechen dürfte. Nach drei Band Veröffentlichungen seit 2015 folgt nun mit seinem ersten Soloalbum der nächste Entwicklungsschritt des aufstrebenden Musikers aus South California. „El Dorado“, welches am 17.01.2020 in den Plattenläden eures Vertrauens steht, wurde aufgenommen in den Easy Eye Studio in Nashville und entstand in Kollaboration mit anderen Songwritern.

 

 

In der offiziellen Publikation heißt es dazu:

Leidenschaftlich und einfühlsam, stellt das Album einen wichtigen Schritt in Marcus´ Entwicklung zu einem der überzeugendsten und dynamischsten neuen Künstler Amerikas dar. Marcus King verbindet Southern-Soul, Gospel, R&B und County-Musik zu einem modernen klassischen Sound und schreibt mit gerade mal 23 Jahren seine schnelllebige und überraschende Geschichte weiter. Man hört es in der Weisheit seines gefühlvollen Gesangs, dem schön strukturierten, nuancierten Songwriting und dem beeindruckendem musikalischem Können, das er in jedem Track einbringt.

Die 12 Stücke des neuen Albums sind geprägt von Facettenreichtum und Authentizität des jungen Amerikaners. So startet Marcus King mit „Young man`s  dream“ souverän überzeugend mit perlenden, warmen Country Klängen. So, als wäre King selbst der alte Mann von dem er hier singt, der alte Mann, der den Traum einen jungen träumt, nimmt man ihm jedes Wort zweifellos ab. Der versierte Gitarrist wechselt zur Mitte des Tracks von akustisch auf elektrisch, erhöht die Anschläge auf den jetzt elektrifizierten Saiten und somit das Tempo des Songs, rotzt ein exzellentes Solo daher und bringt „Young man`s dream“ anschließend im ruhigen Fahrwasser nach Hause. Brillant! Andere Titel hingegen, wie das nachfolgenden „The well“, bestechen durch einen rauen Groove, Entschlossenheit und einer abgeklärten Rythmusfraktion. „Wildflowers and wine“ indes beweist sich durch ungeahnte Tiefen und hoher, atmosphärischer Dichte. Mit einer unglaublichen Gelassenheit und Ruhe, unterstützt durch vokalen Background, lässt der Protagonist hier seinen Emotionen freien Lauf. Kings unverkennbare, markante helle Stimme schreit die Botschaft geradezu hinaus. Sweet Mariona“ ist erneut Country angehaucht mit melodiösem Einschlag, derweil es  in “Beautiful strangers harmonisch weiter geht. Sparsame Klavierinstrumentells gepaart mit der dezent eingesetzten Steel-Guitar von Paul Franklin ergeben eine tiefsinnige Klangästhetik. „Break“ schließt sich nahtlos in die balladeske Sphäre ein, Glockenspiel(!) und Vibraphone sorgen für einen harmonischen Ausklang.

In „Say vou will“ wird das Klangkostüm wieder rauer, E-Gitarre, Hammond (Modell B3) und ein markanter, nachhaltiger Bass bestimmen das Spielfeld. Herausfordernd des Künstlers Stimme, erneut rotzig sein Spiel auf der 6-saitigen. Immer wieder fackelt er brillante Solis ab, spielt Guitarfeeds von einem anderem Stern. Fantastisch! Nach jener mitreißenden Nummer ist „Turn it up“, eine fußwippende Midtempo Nummer, genau das richtige, um wieder etwas Bodenkontakt herzustellen.

Im Zug der Zusammenarbeit mit Produzent Dan Auerbach (The Black Keys) holte jener diverse große Gastmusiker ins Studio, welche die unterschiedlichsten Titel entsprechend eingespielt haben. So wurden beispielsweise alle Schlagzeugparts von Drummer Legende Gene Chrisman eingetrommelt, die E-Piano Klänge stammen von Bobby Wood. Andere Studiomusiker sind unter anderem Russ Pahl, Billy Sanford, Ashley Wilcoxson (background vocals), Sam Bacco oder Dave Roe. Auf der anstehenden Tour jedoch wird King auf seine bewährte, sechsköpfige, Live-Band zurückgreifen.

 

El Dorado“ bezeichnet übrigens auch eine amerikanisches Cadillac Modell von General-Motors (hier ist die Schreibweise jedoch Eldorado), worauf sich Marcus King durchaus bezogen haben dürfte. Schließlich lehnt er auf dem Coverfoto gedankenverloren an einem solchem Fahrzeug, und auch in den Videos von „One day she`s here“, „Wildflowers and wine“ und “Beautiful strangers“ spielt ein Auto eine Rolle. King besingt im ersteren eine junge Frau, die verschwunden ist wie ein Auto, doch eines Tages vielleicht wiederauftauchen wird.

Absoluter Höhepunkt ist der Southern-Rock Stampfer „Too much whiskey“. Mit einer unfassbaren Coolness wird hier das positive Lebensgefühl gefeiert, ganz im Geiste der Allman brothers oder Lynyrd Skynyrd. Ex-Allman Warren Haynes dürfte stolz die Brust schwellen. Auerbach himself unterstützt hier auf der Elektrischen. Diverse Instrumente und eine ausgefeilte, perkussive Struktur geben dem Song einen unglaublichen Drive. Im folgenden „Love song“ bezeugt der Interpret seine Emotionen, musikalisch unterstrichen von charakterlicher Soul-Färbung. Mowntown lässt grüßen. Den Kehraus bildet das stille

No pain“, harmonisch untermalt von einem Wurlitzer Electric Piano, akustischen Gitarren, diversen Perkussionen und erneut von den Background Vocals von Ashley Wilcoxson und Ronnie Bowman.

Fazit:

Marcus Kings anhaltende, kreative Explosion bleibt anhaltend erfolgreich. „El Dorado“ besticht durch eine unglaublich breite Variationsvielfalt und gewachsenem Singer/Songwriter Potenzial des jungen Amerikaners. King macht angesichts der neuen Songs einen großen Schritt auf der Entwicklungsleiter. Rhythmus, Struktur, Akkorde, Melodie, Beat, hier stimmt einfach alles. Mit rasanten Schritten eifert er Größen wie den Allmans, Warren Haynes oder den Grateful Dead nach,  jedoch ihn sie zu kopieren, sondern ihr Erbe durch seine ganz eigene Begabung weiterzuführen.  „El Dorado“ ist ein künstlerisches Manifest und Zeugnis jenes Prozess.

 

ALL PHOTOS BY: Alysee Gafkjen

 

 

 

 

 

 

rockfrank

Musik bringt Menschen zusammen, in einer Zeit, in der sie im Leben getrennt sein müssen.

Gianna Nannini

Merkel is a funny old thing.

Pete Townshend

Musik heilt.

Sarah Smith

Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie.

Ludwig van Beethoven

Es wird keine Beatles Reunion geben, solange John Lennon weiter tot bleibt.

George Harrison

Das M in MTV stand nie für Musik, es stand schon immer für Money.

Neil Young

Wir mögen alles, was eine heftige Reaktion gegen die Norm darstellt.

Jim Morrison

Ich möchte zeigen, dass Gospel, Country, Blue, Jazz und Rock ein und dasselbe sind.

Etta James

I like beautiful melodies

telling me terrible things.

Tom Waits

Als dann feststand, dass Donald Trump gewonnen hatte, haben wir (Gov`t Mule) umgehend einen ausgedehnten Blues gespielt, um das ganze so aus unseren Systemen herauszukriegen.

Warren Haynes

Eine gute Sache an Musik ist, dass wenn sie dich trifft, du keinen Schmerz spürst.

Bob Marley

Man wird Bob Dylans Lieder auch dann noch hören, wenn wir alle längst tot sind.

Bruce Springsteen

The blues had a baby and they call it Rock`n` Roll.

Muddy Waters

Mick ist Rock, ich bin Roll.

Keith Richards

Ich weiss nicht wer ich bin. Aber das Leben ist zum Lernen da.

Joni Mitchell

Ich habe geträumt, dieses Land hätte mal wieder eine gescheite Regierung! Aber es war nur ein Traum! "Well done, Germany!"

Elton John

Jesus wurde gekreuzigt, weil er bemerkt wurde. Deswegen verschwinde ich häufig von der Bildfläche.

Bob Dylan

Wenn du dich an die 60er erinnern kannst,

warst du nicht dabei. 

Paul Kanter (Jefferson Airplane)

Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

Gustav Mahler

Wir können uns nicht aussuchen wie wir sterben - oder wann. Aber wir können entscheiden, wie wir jetzt leben.

Joan Baez

Es genügt nicht, sich eine neue Regierung über den Kopf zu stülpen wie einen neuen Hut, und dann darauf zu hoffen, dass sich in der Rübe, die darunter steckt, etwas tut.

Frank Zappa

Life is what happens when you have made other plans.

John Lennon

Auf der Bühne habe ich Sex mit 25.000 Menschen. Anschließend gehe ich nach Hause. Alleine.

Janis Joplin

Musik ist eine eigene Lebensform.

Jimi Hendrix

Before Elvis there was nothing.

John Lennon

Clarence hat die E Street nicht verlassen, als er gestorben ist. Er wird sie verlassen, wenn wir sterben.

Bruce Springsteen

Der Blues und eine gute Predigt haben viel gemeinsam.

Muddy Waters

Janis starb an einer Überdosis Janis.

Eric Burdon

Blues ist harte Arbeit.

Gary Moore

Music takes us to a spiritual place.

Layla Zoe

Rock `n` roll ist Weltmusik.

Wolfgang Niedecken

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