in charge of rock `n` roll
                       in charge of rock `n` roll

                        A wild ride -                                           Pat Garrett and Billy The Kid

Bild: (Martin Knauer)

  "Billy, they don`t like you to be so free"

 

Die Dreharbeiten 

>>[Pat Garrett and Billy The Kid] war Peckinpahs Reich – und er war wie ein Irrer. Er sagte andauernd: „Dass ist mein Film, mein Film“<<.[1]

So äußerte sich Bob Dylan 1986 in Los Angeles, zm letzten Western des The Wild Bunch-Regisseurs, Sam Peckinpah. Doch dieser musste mit ansehen, wie die geldgebenden Produzenten ihm „seinen Film“ aus den Händen rissen.

Die Karriere von Robert Ford, der auch als Inbegriff des Western-Genre gilt, neigte sich in den 60er Jahren dem Ende zu. Doch an seine Stelle traten Regisseure eine neuen Generation, die den Western eine neue Gestalt gaben, wie zum Beispiel Sam Peckinpah. Weniger als die Hälfte seines filmischen Schaffens waren Westen, dennoch bringt man Peckinpah in erster Linie mit diesem Genre in Verbindung. Er schlug einen völlig neuen Weg ein, in der er eine betont unromantische Sicht auf die Zeit des alten Westens präsentierte[2].Der „Bastardsohn“ von Robert Ford, wie Peckinpah gelegentlich abfällig bezeichnet wurde - nicht nur wegen seinem aggressiven und jähzornigen Naturell, auch wegen regelrechten Gewaltorgien die er in seinen Filmen, wie zum Beispiel in The Wild Bunch, inszenierte, was so manchen unangenehm aufstoßen lies -  machte das Sterben zu einer Kunstform[3]. In Pat Garrett and Billy The Kid zum Beispiel durch Verwendung von Zeitlupe und Nahaufnahmen.

 

Die Dreharbeiten zu Pat Garrett begannen am 19. November 1972, doch die Arbeiten an diesem Film standen von Anfang an unter kein guten Stern. Gedreht wurde in der mexikanischen Stadt Durango wo zu jener Zeit eine Infektionswelle ihr Unwesen trieb und sogar einige Todesopfer forderte. Auch viele Teammitglieder wurden von ihr getroffen. Schon von Anfang an stritt sich Peckinpah mit den Produzenten über das Budget sowie über die Anzahl der Drehtage[4]. Doch durch die  Infektionswelle und die damit erkranken, immer wieder ausfallenden, Teammitglieder sah sich Peckinpah immer mehr unter Druck gesetzt. Von den 75 Drehtagen die er vorschlug, wurden ihm zunächst nur 53 zugestanden. Des weiteren wurde zur selben Zeit in Mexiko ein weiterer Westen mit John Wayne gedreht. Peckinpah fehlten dadurch geeignete Pferde am Set[5]. Zudem kamen auch noch technische Probleme auf. Das Objektiv der verwendeten Panavision-Kamera wurde beschädigt. Dies führte zu Unschärfen im Bild, welche aber erst später auffielen, da das abgedrehte Material zum entwickeln in die MGM-Studios in die USA geschickt wurden und von dort aus wieder zurück nach Mexiko. Als Peckinpah bei der Sichtung des Materials das Desaster bemerkte, bekam er einen Tobsuchtsanfall, stieg auf einen Stuhl und pinkelte ein „S“ auf die Leinwand, welches durch die klimatischen Bedingungen in Mexiko noch lange sichtbar blieb.[6]

Der Country-Musiker Kris Kristofferson, der auch die Rolle des Billy The Kid spielte und der auch für zwei weitere Filme mit Peckinpah zusammenarbeiten sollte, erinnert sich an jenen Tag wie folgt:

 

>>Sam was drunk, of course […]. By the end of the day that bottle had taken over. I'll never forget Bob Dylan turnin' and lookin' at me like, „What the hell have you gotten me into?“<<[7].

 

Rudolph Wurlitzer, der Drehbuchautor, sollte nun das Skript so umschreiben, das die bereits gedrehten Szenen herausfielen. Dies wollte Peckinpah allerdings nicht zulassen und nutzte Tage, an denen das Team eigentlich frei haben sollte dazu, die unbrauchbaren Szenen nachzudrehen[8]Peckinpahs exzessiver Alkoholkonsum führte immer wieder zu bizarren Szenen während der Dreharbeiten sowie zu Wutausbrüchen des Regisseures. Er glaubte schließlich auch an eine Verschwörung gegen sich und seinem Film und unterteilte das Team in loyale Mitarbeiter und vermeintliche Saboteure. Die Stimmung am Set verschlechterte sich zunehmend und die MGM-Studios ließen sich von Spionen über die chaotischen Zustände am Set informieren[9]. Es ist erstaunlich, dass es Peckinpah trotz all dieser Umstände gelang, einen Film fertig zu stellen. Doch mit Beendigung der Dreharbeiten hörten die Probleme nicht auf. Peckinpahs Director's Cut, der es auf eine Filmlänge von etwa zwei Stunden brachte, wurde von dem Studio auf 90 Minuten gekürzt, was Peckinpah nachvollziehbarer Weise missfiel. Auch in den Testvorführungen konnte die neue Schnittfassung nicht bestehen, worauf hin MGM die Cutter von Peckinpah (Roger Spottiswood und Robert Wolfe) bat, den Film wieder um 15 Minuten zu verlängern. Dennoch blieb der Film ein uneinheitliches Fragment, welches seine ursprüngliche Struktur der Geschichte verlor und daher auch in den Kinos floppte. Bob Dylan erinnert sich, 1985 in New York, an seinen damaligen Kinobesuch:

 

>>Im Kino sah ich die Fassung, die auf [Sams] Cut folgte, und ich wußte, der Film war gnadenlos zerstückelt worden. Jemand anderes als Sam hatte an einigen der besten Szenen herumgeschnippelt<<[10].

Bild: (Martin Knauer)

Peckinpah, der sich, ähnlich wie sein Vorbild Robert Ford, seit Beginn seiner Karriere mit einem festen Filmteam (bestehend aus Schauspielern, Kameramännern, Cuttern usw.) umgab, sah sich von Spottiswood und Wolfe verraten, und arbeitet seit dem nie wieder mit ihnen zusammen[11].

Seit der Veröffentlichung von Pat Garrett and Billy The Kid wurde immer wieder versucht diesen zu restaurieren, doch eine Version, wie sie sich Peckinpah vorstellte, gab es lange Zeit nicht. Michael Endepols schreibt zu der Art und Weise wie mit dem Film umgegangen wurde Folgendes:

 

>>Aus dem Vergleich der diversen Fassungen können […] noch Generationen von Filmstudenten lernen, wie man einen großen Film macht und wie man ihn anschließend wieder ruiniert<<[12]

Trotz chaotischer Zustände am Set, den Streitereien mit den Produzenten und dem Ausbleibenden Erfolg an den Kinokassen, stieg der Ruhm von Pat Garrett and Billy The Kid kontinuierlich und  avancierte zu einem Klassiker des Western-Genre. Zu dem späten Ruhm des Filmes trug sicher auch der Soundtrack von Bob Dylan bei, der mit dem, eigens für den Streifen geschriebenen Song Knockin' On Heaven's Door, einen der berühmtesten und meist gecoverten Songs aller Zeiten schrieb.

 "Alias" alias Bob Dylan 

 

Dylans erste Schauspielrolle

Bild: (Martin Knauer)

Bob Dylan hat sich schon immer für die traditionelle Musik, die Mythen und die Geschichte seines Landes interessiert. Detailliert setzt er sich mit diesen Themen auseinander. So verwundert es auch nicht das Dylan ebenso ein Fan von Western und anderen Outlaw-Epen, sowie von Robert Ford ist. So verriet er im Juni 2009 dem Rolling Stone-Magazin: „Mir gefallen [Robert Fords] alte Filme. […] Brachte auf eine brillante dramatische Art Mut und Tapferkeit und Erlösung und eine eigenartige Mischung aus Agonie und Ekstase auf die Leinwand. Seine Filme waren leicht zu verstehen. Ich mag diese Ära des amerikanischen Films“[13]. Dylan und Peckinpah teilen sich die Faszination zu den Western von Ford. Und auch eine gewisse Affinität zu den Mythen und Wurzeln ihres Landes.

 

Doch dass Dylan einen Kompletten Soundtrack zu  Pat Garrett and Billy The Kid machen sollte, geschweige dem in dem Film mitspielen, war ursprünglich nicht geplant. Eigentlich bat Rudolph Wurlitzer, der mit Dylan befreundet war, ihn nur ein paar Songs für dem Film bei zu steuern, doch es sollte alles anders kommen. Er war von dem Drehbuch so begeistert, das rasch den Song „Billy“ schrieb. Zeit gleich bekundete Dylan gegenüber Wurlitzer starkes Interresse bei dem Film auch mitspielen zu dürfen. Er bat ihm die Rolle des „Alias“ an, die Wurlitzers Meinung nach wie maßgeschneidert für Dylan war. So feierte er also sein Debüt als Schauspieler[14]Der geheimnisvolle Alias gehörte zu Billys Bande. Er redet in dem Film nicht viel, aber wenn er es doch tut, wirkte er wie Dylan in seinen Songtexten, rätselhaft, mystisch. Vielleicht kann man auch ein Stück weit verwirrend dazu sagen. Tatsachlich ist die Figur des Alieas sogar historisch verbürgt. Pat Garrett veröffentlichte 1881 zusammen mit einem Ghostwriter das Buch „The Authentic Life of Billy The Kid“. In diesem beschreibt Garrett einen Partner von Billy, der so oft den Namen wechselte, dass er von allen nur noch Alias genannt wurde[15].

 

Wurlitzer überzeugte Peckinpah von der Idee mit Dylan zusammen zu arbeiten. Peckinpah der tatsächlich bis dahin von Dylan nie etwas gehört hatte, lud ihn nach Durango ein, wo er mit den Vorbereitungen zu den Film beschäftigt war. Dort angekommen zogen sich die beiden erstmal zurück und Dylan trug Peckinpah ein paar Songs auf der Gitarre vor. Peckinpah war so beeindruckt, dass er ihn sofort unter Vertrag nahm. James Coburn erinnerte sich, wie Peckinpah mit den Worten, „Goddam kid! Who the hell is he? Who is that kid? Sign him up!“[16], zurückkehrt.

Eingeführt wird die Figur des Alias, als Billy The Kid aus dem Gefängnis in Lincoln ausbricht und dabei zwei Hilfssheriffs erschießt. Alias steht mit einer Schürze bekleidet, vor der Druckerei der Zeitung Lincoln Bulletin, was darauf hindeutet, dass er dort arbeitet. Er beobachtet das Szenario woraufhin er ohne zu zögern seinen Job aufgibt, um sich Billys Bande anzuschließen. Erwähnenswert ist an dieser Stelle, das der historische Lincoln Bulletin, viel zu der Entstehung des Mythos „Billy The Kid“ bei trug. Mit Alias verkörpert Dylan die Rolle des Beobachters. Seine frühere Tätigkeit bei der Zeitung scheinen ihn bis in Billys Bande hinein zu begleiten. So beobachtet und analysiert er stets ruhig das Geschehen (als Mitarbeiter oder Journalist einer Zeitung, eine gute Methode, eine gute Story zu schreiben!) und greift nur ein, wenn er eine Chance hat die Situation bewältigen zu können. Deutlich wird dies bei zwei Szenen.

 

In der einen Szene rettet Alias Billys das Leben. Er war Zeuge, als Garrett sich in einem Saloon von einem Barbier rasieren lässt und einen kleinen Jungen anheuerte, um ihn Kopfgeldjäger rufen zu lassen. Alias ritt mit ihnen zu Billys Versteck. Als Billy auf die vier Neuankömmlinge (Alias war einer von denen) aufmerksam gemacht wurde, sonderte sich Alias ab, begann ein Stock zu schnitzen und beobachtete das Geschehen. Die drei übrigen Neuankömmlinge zogen ihre Waffen und Billy und seinen Freunden gelang es zwei zu erschießen. Doch eine Kugel verfehlte den Dritten, und Alias warf ihm zielsicher das Messer in den Hals. Durch das Beobachten der Situation hatte er einen guten Überblick über die Lage und konnte so, ohne sich, Billy oder einen anderen seiner Bande in Gefahr zu bringen, Billy retten. Dylan übte für seine Rolle sogar das Zielwerfen mit dem Messer, damit es später im Film so realistisch wie möglich wirkt.

 

In einer weiteren Szene sitzt Garrett in einer mexikanischen Cantina als drei Mitglieder aus Billys Band, einer davon ist Alias, herein kommen. Garrett fordert, mit der Waffe drohend, die Drei auf, ihre Gürtel mit den Revolvern fallen zu lassen. Alias, der den ganzen Film über keine Schusswaffe trägt sondern nur sein Messer, stellt sich an die Theke. Er wird zu erst von Garrett aufgefordert seinen Kameraden mit einem Gewehr zu schlagen und dann soll er zum Vorratsregal gehen und die Etiketten der Konserven laut vorlesen. Alias geht den Aufforderungen nach, da er für sich erkannt hat, er keine Chance hat, diese Situation bewältigen zu können. Das Vorlesen der Etiketten wirkt auf eine sehr bizarre Form religiös. Wie eine absurde Litanei zählt er auf: „Beans. Beans. Spinach. Eastern plums. Beans. Beef stew. Salmon“. Und so geht das die ganze Zeit weiter und wirkt skurril komisch. Ganz anders reagiert der andere Kamerad von Alias. Dieser überschätzt sich, zieht sein Messer und wird von Garrett nieder geschossen, während Alias weiterhin seine sonderbare Litanei aufzählt. Alias hat nur durch das genaue Beobachten und Analysieren der Situation und durch bedachtes Handeln, diese Auseinandersetzung unbeschadet überstanden. In der ursprünglichen Drehbuch-Version, war die Rolle des Alias größer angelegt, doch wurde sie immer mehr gekürzt[17]. Aber dafür sollte Dylan an einer anderen Stelle dominieren. Beim Soundtrack.

"Guitars will play your grand final" 

 

Der Soundtrack

Bild: (Martin Knauer)

Jerry Fielding sollte eigentlich den Soundtrack schreiben und Dylan unterstützen, bei den paar Songs, die er zu dem Film beisteuern sollte. Doch die Arbeit zwischen Fielding und Dylan erwies sich als schwierig. Fielding war alles andere als begeistert von Dylans Songmaterial für den Film. Wütend äußert er sich wie folgt zu Dylans Arbeit:

 

>>[...] a lot of nonsense which is strictly for teenyboppers<<[18].

Als Dylan schließlich mit „Knockin' On Heaven's Door“ in das Tonstudio kam, war es um die Zusammenarbeiten zwischen den beiden Musikern endgültig geschehen. Fielding Meinung über den Song war eindeutig:

>>So finally he brought to the dubbing sessions another piece of music – Knock-Knock-Knockin' On Heaven's Door. Everybody loved it. It was shit. That was the end for me<<[19]

Dylan war nun allein für die Filmmusik zuständig. Aber er hatte Hilfe, unter anderem von Roger McGuinn, einem Gründungsmitglied der Band The Byrds. Mit ihm und vielen weiteren Musikern, spielte Dylan nun den kompletten Soundtrack ein. Es enthält einige Instrumentalstücke zwei neue Songs, „Billy“, welcher gleich in vier Varianten vertreten ist, sowie den bereits erwähnten Song „Knockin' On Heaven's Door“.

„Billy (Main Title Theme)“ ist ein Instrumentalstück, die anderen drei „Billy“-Varianten (Billy 1, 4 und 7) besitzen einen Text, welcher auch in jeder Version etwas variiert. In ihnen besingt Dylan Billys Freiheit, doch gleichzeitig betrauert er auch seine Einsamkeit.

 Knockin' On Heaven's Door“ untermalt jene Filmszene, in welcher der Kleinstadsheriff Baker, nach einem Schusswechsel tödlich verwundet wird und in den Armen seiner Frau stirbt. So beschreibt der Text auch exakt die Bilder, welche in jener Szene zu sehen sind. So steht das Wort „Mama“ in dem Text nicht für die Mutter, sondern ist in der Musik (wie z.B. in Folk, Rock oder Blues) eine Typische Metapher für die Ehefrau. Beeindruckend ist das filmische Bild, zu den Textzeilen „That long black cloud is comin' down“. So sieht man einen mit dunklen, grauen Wolken verhangenen, blut-rot leuchtenden Himmel. Dies sind auch die letzten Momente, die Sheriff Baker zu sehen bekommt. „Knockin' On Heaven's Door“ beschreibt also die letzten Augenblicke des Sheriffs. Aber bald schon avancierte der Song zu einer Art Hymne der Anti-Kriegs-Bewegung und steht auch spätestens seit der Beendigung des Vietnamkrieges für die unzähligen Opfer, die jener Konflikt mit sich brachte. Er bekam so eine völlig neue (politische) Bedeutung und der eigentliche Grund weshalb er geschrieben wurde geriet schnell in Vergessenheit. Der Film flopte und geriet, zumindest vorerst etwas in Vergessenheit. Auch der Soundtrack war kein großer Erfolg und bekam schlechte Kritiken. Doch die Single „Knockin' On Heaven's Door“ wurde ein Verkaufsschlager und auch auf Dylans Konzerten, zu einem der beliebtesten und von ihm meist gespielten Songs. So ist es doch auch ein Lied, dessen Text sich leicht merken lässt und daher schnell zu einer Mitsingnummer fürs Publikum wird. Dylan hegt aber kein Interesse daran, das seine Songs live mitgesungen werden. Das ist wohl auch ein Grund, weshalb er oft die Texte seiner Songs bei Konzerten abwandelt. So geschehen auch mit „Knockin' On Heaven's Door“, denn es existieren unzählige Text-Varianten des Songs.

"Every little sound just might be thunder" 

 

Eine zweite Chance

Mit Pat Garrett And Billy The Kid, wurde von Seiten der Produzenten, sehr lieblos umgegangen. Es ist ein Film, dem seine Seele, genommen wurde, seine Kraft, seine Authentizität. Auch Dylan war sehr enttäuscht, als er die Endfassung sah.

 

>>Die Musik war völlig auseinandergerissen und wurde an allen möglichen Stellen verwendet, nur nicht in den Szenen, für die wir sie geschrieben hatten. Von Heaven's Door einmal abgesehen, kann ich nicht behaupten, daß ich irgendwas, an der Stelle wiedergefunden hätte, für die es gedacht war<<[20]

Nach all den Fehlern, die die Produzenten gemacht haben, musste Peckinpahs Film an den Kinokassen floppen. Dabei hatte der Film enorm viel Potenzial. Die Story und Handlungsstränge waren sehr gut durchdacht, die Schauspieler waren sehr überzeugend und auch die Bilder waren gewaltig sowie faszinierend. Hätte man Peckinpah freie Hand im Umgang mit seinem Film gelassen, wäre er wahrscheinlich ein Publikumsmagnet geworden.

 

Doch trotz der schlechten Einnahmen erlangte der Film langsam und nach und nach Kult-Status. Das Publikum schien zu spüren, dass mehr in dem Film steckt. Lange Zeit gab es ihn nur auf VHS, für das „Heimkino“ zu erwerben. Doch auch von diesen Videokassetten, gab es nur wenige Auflagen. Diese waren bei Filmfans und Sammlern sehr begehrt, und wurden hoch gehandelt, da sie so selten waren. Allerdings, gibt es seit Mitte der 2000er Jahre, diesen Film als DVD (mitlerweile auch auf Blue-Ray), mit zwei verschiedenen Schnittfassungen des Films, darunter die ungeschnittene Originalversion, so wie sie sie Peckinpah geplant hatte. Der Film bekam eine zweite Chance und der Zuschauer erkennt schnell, wieso der Film zu einem unangefochtenen Klassiker des Western-Genres gezählt werden muss.

 

Der Kult, der um den Film entstand, hatte wohl mehrere Gründe. Zum einen die großartigen Schauspieler zum anderen Sam Peckinpah selber (der selber zu einem Kult-Regisseur wurde) und zum anderen Dylans Soundtrack vor allem mit Knockin' On Heavens Door. Dies waren wohl die Gründe, die den Film nicht in Vergessenheit geraten ließen, so dass er heutzutage wieder gesehen und geschätzt werden kann.

Bild: (Martin Knauer)

[1]Williams, Christian (HG): Bob Dylan in eigenen Worten, Palmyra Verlag, Heidelberg, 2001, S. 90.

[2]Endepols, Michael: Bob Dylan von A bis Z, Philipp Reclam jun. GmbH & Co. KG, Stuttgart, 2011, S.133- 134.

[3]Ebd: S. 133.

[4]Ebd: S. 136.

[5]Wunderlich, Dieter: http://www.dieterwunderlich.de/Peckinpah_Garrett_Billy.htm (abgerufen: 08.04.2016)

[6]Endepols, Michael: Bob Dylan von A bis Z, Philipp Reclam jun. GmbH & Co. KG, Stuttgart, 2011, S. 136

[7]Siegel, Lee: http://www.mensjournal.com/magazine/pat-garrett-and-billy-the-kid-the-wildest-western-ever-made-20131001 (abgerufen: 08.04.2016)

[8]Wunderlich, Dieter: http://www.dieterwunderlich.de/Peckinpah_Garrett_Billy.htm (abgerufen: 08.04.2016)

[9]Endepols, Michael: Bob Dylan von A bis Z, Philipp Reclam jun. GmbH & Co. KG, Stuttgart, 2011, S. 136.

[10]Williams, Christian (HG): Bob Dylan in eigenen Worten, Palmyra Verlag, Heidelberg, 2001, S. 90.

11Endepols, Michael: Bob Dylan von A bis Z, Philipp Reclam jun. GmbH & Co. KG, Stuttgart, 2011, S. 138.

[12]Ebd: S. 138 – 139.

[13]Ebd: S. 133.

[14]Endepols, Michael: Bob Dylan von A bis Z, Philipp Reclam jun. GmbH & Co. KG, Stuttgart, 2011, S. 134

[15]Ebd: S. 134 – 135.

[16]Ebd: S. 135.

[17]Endepols, Michael: Bob Dylan von A bis Z, Philipp Reclam jun. GmbH & Co. KG, Stuttgart, 2011, S. 134.

[18]James, Peter: http://warehouseeyes.netfirms.com/patgarrett.html (abgerufen: 25.04.2016)

[19]Ebd.

[20]Williams, Christian (HG): Bob Dylan in eigenen Worten, Palmyra Verlag, Heidelberg, 2001, S. 90.

Quellen

 

Literatur:

Endepols, Michael: Bob Dylan von A bis Z, Philipp Reclam jun. GmbH & Co. KG, Stuttgart, 2011.

Williams, Christian (HG): Bob Dylan in eigenen Worten, Palmyra Verlag, Heidelberg, 2001.

 

Internet:

James, Peter: http://warehouseeyes.netfirms.com/patgarrett.html

Siegel, Lee: http://www.mensjournal.com/magazine/pat-garrett-and-billy-the-kid-the-wildest-western-ever-made-20131001

Wunderlich, Dieter: http://www.dieterwunderlich.de/Peckinpah_Garrett_Billy.htm

Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie.

Ludwig van Beethoven

Es wird keine Beatles Reunion geben, solange John Lennon weiter tot bleibt.

George Harrison

Das M in MTV stand nie für Musik, es stand schon immer für Money.

Neil Young

Wir mögen alles, was eine heftige Reaktion gegen die Norm darstellt.

Jim Morrison

Ich möchte zeigen, dass Gospel, Country, Blue, Jazz und Rock ein und dasselbe sind.

Etta James

I like beautiful melodies

telling me terrible things.

Tom Waits

Als dann feststand, dass Donald Trump gewonnen hatte, haben wir (Gov`t Mule) umgehend einen ausgedehnten Blues gespielt, um das ganze so aus unseren Systemen herauszukriegen.

Warren Haynes

Eine gute Sache an Musik ist, dass wenn sie dich trifft, du keinen Schmerz spürst.

Bob Marley

Man wird Bob Dylans Lieder auch dann noch hören, wenn wir alle längst tot sind.

Bruce Springsteen

The blues had a baby and they call it Rock`n` Roll.

Muddy Waters

Mick ist Rock, ich bin Roll.

Keith Richards

Ich weiss nicht wer ich bin. Aber das Leben ist zum Lernen da.

Joni Mitchell

Ich habe geträumt, dieses Land hätte mal wieder eine gescheite Regierung! Aber es war nur ein Traum! "Well done, Germany!"

Elton John

Jesus wurde gekreuzigt, weil er bemerkt wurde. Deswegen verschwinde ich häufig von der Bildfläche.

Bob Dylan

Wenn du dich an die 60er erinnern kannst,

warst du nicht dabei. 

Paul Kanter (Jefferson Airplane)

Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

Gustav Mahler

Wir können uns nicht aussuchen wie wir sterben - oder wann. Aber wir können entscheiden, wie wir jetzt leben.

Joan Baez

Es genügt nicht, sich eine neue Regierung über den Kopf zu stülpen wie einen neuen Hut, und dann darauf zu hoffen, dass sich in der Rübe, die darunter steckt, etwas tut.

Frank Zappa

Life is what happens when you have made other plans.

John Lennon

Auf der Bühne habe ich Sex mit 25.000 Menschen. Anschließend gehe ich nach Hause. Alleine.

Janis Joplin

Musik ist eine eigene Lebensform.

Jimi Hendrix

Before Elvis there was nothing.

John Lennon

Clarence hat die E Street nicht verlassen, als er gestorben ist. Er wird sie verlassen, wenn wir sterben.

Bruce Springsteen

Der Blues und eine gute Predigt haben viel gemeinsam.

Muddy Waters

Janis starb an einer Überdosis Janis.

Eric Burdon

Blues ist harte Arbeit.

Gary Moore

Music takes us to a spiritual place.

Layla Zoe

Rock `n` roll ist Weltmusik.

Wolfgang Niedecken

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