in charge of rock `n` roll
                       in charge of rock `n` roll

"Cathedralrock" is born -                                            Psychedelische Weilen im  Kölner Dom

                      

Heuer erwartet euch ein Rockerlebnis der Besonderen Art. Rock in einer artfremden, neuartigen Form, die ich für mich entdeckt habe, will ich euch nun näher bringen. Ob es im Endeffekt Rock im herkömmlichen Sinne ist müsst ihr für euch selbst entscheiden, aus meinem Blickwinkel habe ich eine Sichtweise gefunden die das für mich zulässt. Nichts liegt mir ferner als christliche Theologie, dogmatische Thesen oder Glaubensfragen. All jenes wird daher auch nicht Grundlage des folgendes Berichts sein (es geht nach wie vor um Musik!). Nichtsdestotrotz spielt sich bevorstehendes genau im Zentrum dieser Dinge ab, quasi im Herzen des Ganzen. Nicht selten außerdem ist Jesus Inhalt vieler Texte und Songs, ohne diese mir fundamentale musikalische Bestandteile fehlen würde, auch wenn meine Glaubensausrichtung nichts mit alldem zu tun hat. Aber dass ist jetzt nebensächlich. Was bitte hat das alles denn nun mit Rockmusik zu tun ?! Ist rockfrank auf Pille, driftet er ab? Nein, aber ganz abwegig ist es auch nicht, ihr werdet sehen…..

 

Ich ston im Rän“….. sagt der Kölner in seiner regionalen, sprachlichen Färbung. Das tue ich heute auch, ich stehe im Regen, buchstäblich. Egal. Ich mag den Regen. Der Sommer neigt sich in jenen Tagen dem Ende zu, die schöne Jahreszeit beginnt. Hinter mir zeichnen sich die Silhouetten eines der mächtigsten und größten Kirchenhäuser des Landes ab, dem Kölner Dom. 

Es ist ein verregneter Spätsommertag im August, doch das ist o.k. Meine Arme lehnen auf der Balustrade der Rheinpromenade (es ist mehr ein Geländer….), verträumt schaue ich über den mächtigen Strom. Auf der angrenzenden Hohenzollernbrücke grollen die Züge in dichter Folge über entkräftete Gleise, Schiffe queren die Wasserstraße, einzelne Tauben suchen Schutz vor dem anhaltenden Nieselregen.

Erneut blicke ich rückwärtig auf das gotische Bauwerk und hoffe heute Abend ein Stück Rock `n` roll genau in diesem zu erleben. Kirchenhäuser haben drei unwiderrufliche Annehmlichkeiten. Sie sind Orte der Ruhe, es sind oftmals prachtvolle Bauwerke, und (jetzt kommt der Rock ins Spiel), sie haben eine unschlagbare Akustik. Amerikanische Gospelchöre z.B. sind hierfür wohl der Beste Beweis. Jeder wird die Klänge der Kirchenorgel noch im Ohr haben, aus der Zeit wo man mit Mummy und Daddy sonntags noch zur Heiligen Messe musste, es aber nicht wollte. Wenn dann via Projektor die Liednummer des nächsten Vokalstücks an die Wand projektiert wurde, nahm man widerstrebend das ungeliebte Gesangsbuch in die Hände um seine kindliche Stimme zwischen den Erwachsenen zu piepen, schrecklich. Das schien seinerseits vielleicht zu nerven und man freute sich eher auf seinen Walkman zu Hause, wo es wieder Van Halen oder Aerosmith auf die Lauscher gab. Betrachtet man die Thematik allerdings vom rein akustischen Standpunkt, bekommt die Angelegenheit eine ganz andere Relevanz. Was will ich damit nun eigentlich sagen, werdet ihr euch ungeduldig fragen. Und wo bleibt der Rock `n` roll? Ich lüfte das „Geheimnis“; Wer meine Berichte aufmerksam verfolgt weiß, dass meine Rock` n` roll Schublade sehr sehr groß ist, und ich für viele Richtungen zugänglich bin. Rock `n` roll oder einfach nur Rock ist der Oberbegriff für alles. Der Rock bzw. die Musik im Allgemeinen hat zahlreiche Unterkategorien, sei es nun Bluesrock, Hardrock, Classicrock, Softrock, Country, Folk, Jazz, Heavy-Metal, Reggae und und und. Nicht selten wurden und werden auch klassische Elemente in diverse Genres eingebunden und geben ihnen dadurch einen ganz neuen, einen erweiterten Stellenwert. Man denke nur an den britischen Ausnahmemusiker Jon Lord (+ 2012). Für mich einer der Vorantreiber, der Wegbereiter der Synthese Rock und Klassik. Und sein Arrangement bei Deep purple auf der Hammond Orgel ist unerreicht. Und so schlage ich den Bogen wieder zu den Orgeln um die es nun geht, heuer nur in einer anderen Dimension. Und das ist der Punkt; In einem Bauwerk wie dem imposanten, altehrwürdigen Kölner Dom ein Orgelkonzert zu erleben (und zwar nicht im Rahmen eines regulären Gottesdienst), bei welchem internationale Organisten Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Sebastian Bach und anderen klassischen Künstlern vortragen, ist schlichtweg ergreifend. Ich habe es in einem anderen Bericht bereits schon mal erwähnt, das man (sofern man mit Glaubensfragen nichts am Hut hat) das musikalische Ereignis einfach aus der psychedelischen Sicht sehen muss, sich von den Klängen einfach inspirieren lassen, sie aufnehmen, in sich wirken lassen muss. Dann ist es auch wieder Rock `n` roll! Und so kam mir auch ein neues Genre in den Sinn, nachdem ich im Programmheft des heutigen Abends den Begriff Kathedralmusik las. Ich machte daraus einfach den Cathedrealrock. Übrigens, der Film „Schlafes Bruder“ von Joseph Vilsmaier belegt ausdrücklich was ich hier vielleicht etwas umständlich zu artikulieren zu versuche. Sieht man es also aus der psychedelischen Warte darf man auch etwas abdriften, sich treiben lassen, wenn auch nur musikalisch, und es Rock `n` roll nennen!

 

Im Kölner Dom spricht man hier von sogenannten Orgelfeierstunden, die nur im Sommer, 12 Wochen lang, jeden Dienstagabend dort stattfinden.

Es ist ein wahrer Hörgenuss, stimmungsvolle Klänge in einer andachtsvollen Atmosphäre, Gänsehaut pur! Hier liegt auch wieder der Bezug zu den erwähnten (Pflicht)-Gottesdiensten aus der Kindheit, bloß dass die „einfachen“ Organisten in den Vorortkirchen nicht so perfektioniert waren wie die geladenen Künstler dieser Konzertreihen, und man in der Regel nur eine „normale“ Kirchenorgel zur Verfügung hatte, die klanglich zwar beeindrucken konnte (sofern man es für sich zuließ), jedoch niemals die Intensität, Wirkung und Kraft der Instrumente erreichen konnte, die ich euch nun vorstellen möchte.

 

Für meinen Besuch der Aufführung wählte ich den 26.08.2014, an welchem der italienische Organist Alessio Corti aus Mailand zu Gast im Gotteshaus war. Wenn das kein gutes Omen sein sollte, ein Komponist mit hervorragendem Ruf aus einer italienischen Stadt die die sich ebenfalls Domstadt nennen darf. In offiziellen Ankündigen wurde um rechtzeitiges Erscheinen gebeten, da sich die Konzerte großer Beliebtheit erfreuen und die Besten Plätze entsprechend schnell belegt sind. Ich will gleich mal durchblicken lassen dass ich keine nennenswerte Ahnung von den imposanten Musikinstrumenten habe um die es heuer geht, mich einfach nur von diesen begeistern lassen wollte. Interessehalber las ich aber nach, dass die beiden Hauptorgeln den Namen Querhausorgel und Langhausorgel tragen und mit vielen Registern ausgestattet sind, jener Begriff eine Reihe Pfeifen gleicher Klangfarbe bezeichnet. Beide Orgeln können von einem Spieltisch aus gemeinsam bedient, also bespielt werden. Die Langhausorgel wird auch als Schwalbennestorgel bezeichnet, da sie nicht auf einer Empore steht, sondern an der Kirchenwand aufgehängt ist, bzw., im Falle des Kölner Doms von 4 Stahlstangen gehalten wird, die im Dachstuhl verankert sind. (Quelle: Wikipedia).

 

Es ist mittlerweile ca. 18.30 Uhr, als ich meinen Blick vom Gewässer löse und mich über viele Treppen langsam dem Gotteshaus nähere. Einzelne Bäume muten bereits herbstlich an, ihr buntes Laub passt in das heutige Wetterbild.

Nun sehe ich mich der Hohe Domkirche St. Petrus (wie der Kölner Dom offiziell heißt) direkt gegenüber und bin wie jedes Mal aufs Neue tief beeindruckt. Das rund 157 hohe Bauwerk ist einzigartig. Verziert mit unzähligen Figuren und Fabelwesen gibt es hier immer etwas Neues zu entdecken.

Um den Kölner Dom ranken sich viele Sagen, Geschichten und Legenden. Ich bin denen nicht alle firm, aber eine, die gerne um die Halloweenzeit erzählt wird, möchte ich euch in einer Kurzform rasch darbieten; Am Dom gibt es (und dass ist keine Geschichte) überall versteinerte Figuren, sei es religiöser Herkunft, geschichtlicher oder gar satanistischer. Richtig gelesen. Kleine Teufel sind bei genauem hinsehen überall an dem mächtigen Bauwerk zu entdecken.

Laut einer alten Sage kam es dazu als sich Mitte des 13. Jahrhunderts kleine Teufelchen auf der Baustelle des Doms rumtrieben (um dessen Fertigstellung zu verhindern, Satan persönlich hatte dieses einige Jahre zuvor schon versucht und den damaligen Dombaumeister gelinkt). Der Küster hatte seine Liebe Not zu verhindern dass sie größeren Schaden anrichten. Irgendwann betete er voller Verzweiflung zu Gott, er möge ihn doch ein für alle Mal von diesen Dämonen befreien. Alle Teufel, die zu diesem Zeitpunkt im Dom waren wurden augenblicklich zu Stein. Die „Monsterfiguren“ brachte man dann als Wasserspeier außen an der Kirche an, um so alle anderen Bösewichter davor zu warnen, was ihnen geschehen könnte, wenn sie noch einmal den Dom betraten. (Quelle: Geister, Teufel, arme Seelen; Bachem Verlag)

 

Zurück aber zum eigentlichen Ereignis des Augustabends. Gegen kurz nach 19 Uhr finde ich mich im sogenannten Mittelschiff der Hauptkirche ein, viele der kirchentypischen Holzbänke sind bereits besetzt, der Zustrom ist tatsächlich groß. Ein Mittelgang trennt die Bänke voneinander, neben einer älteren Dame finde ich noch einen freien Platz. Links über mir thront die erwähnte, herrscherische Langhausorgel (sie ist rund 20 Meter groß!), ich habe einen guten Blick über das Geschehen.

Der Organist wird später neben der Querhausorgel sitzen, die man von meinem Standort recht gut einsehen kann.

Es herrscht eine ruhige, entspannte Stimmung, leise Artikulation bestimmt den Moment. Irgendwann wird das Licht weiter gedämmt, ein Domschweizer (der Name hat nichts mit seiner Herkunft zu tun sondern bezeichnet den Begriff eines Ordnungshüter der Kirche, bekleidet in festlicher Gewandung) entzündet Kerzen in Altarnähe, die Befindlichkeit wird authentischer. 

Nun hat es fast etwas Mystisches. Einige der hinteren Bänke sind noch nicht belegt, die Szenerie erinnert mich fast ein wenig an den (für mich) elementaren Horrorfilm von John Carpenter „The fog“. Aber das ist natürlich nur der Momentaufnahme meines Fotos geschuldet, welches ich frei aus der Hand im gedämmten Lichteinfall machte.

Mächtige Steinfiguren beobachten von hohen Säulen still die Kulisse, halten Wacht über den Gang der Handlung. Ein christlicher Geist weht durch die Gemäuer. Der Dom füllt sich derweil weiter, bald sind alle verfügbaren Sitzplätze belegt und man weicht auf mitgebrachten Klappstühlen auf die Gänge aus, tatsächlich…..

 

Kurz vor Beginn des Konzertes betritt ein Sprecher den Altarbereich und kündigt Herrn Corti mit ein paar einleitenden Worten an, es gibt Applaus. Kirchenschweizer schließen die hohen Pforten der Kathedrale, das Konzert kann beginnen. Nach einem Moment der Stille ist es dann endlich soweit. Das erste Stück ist eines von Johann Sebastian Bach, „Toccata, Adagio et Fuga BWV 564“. Ich bin kein Klassikkenner und kann daher auch nicht das vor mir liegende fachgerecht beurteilen, aber hier geht es ja wie bereits erwähnt um das Klangerlebnis, um das Besondere, das Individuelle. Ich kann nur sagen dass mir gleich zu Anfang fast die Tränen in die Augen schießen, so ergriffen bin ich. Die Orgelinstrumente haben in dem riesigen, gotischen Kirchenraum eine fantastische Akustik, es klingt überwältigend. Orgeltöne in verschiedenen Klangfarben wechseln sich während des Spiels ab, Lang -und Querhausorgel teilen sich hierbei die Arbeit, bilden eine perfekte Fusion. Gerade in leiseren Passagen kann man deutlich zwischen den beiden Instrumenten differenzieren. Mein Blick wandert immer wieder hinauf zur alles überragenden Langhausorgel. Stolz ragt sie 20 Meter über dem Kirchenboden empor. Bunte Kirchenfester bilden mein psychedelisches Farbgerüst.

Es folgen Werke von Marco Enrico Bossi, Jean Langlais, Max Regers und Jehan Alain. Neben Bachs deutscher Interpretation werden uns so auch italienische und französische Kompositionen präsentiert, die oft mit individuellen Noten des Mailänders versetzt sind. Schließe ich dann die Augen drifte ich tatsächlich, zumindest gedanklich, ein wenig ab, oder lasse die Klangvielfalt kontrolllos durch meinem Kopf geistern, bis mich der wuchtige Ton der Basspfeifen wieder ins hier und jetzt zurückholt. Eine solche Basspfeife ist übrigens bis zu 10 Meter groß, was ganz klar ihre dominante Wirkung erklärt. Es ist mehr als beeindruckend. Draußen legt sich derweil allmählich die Dunkelheit über die Stadt, innerhalb des Gotteshauses wird es dadurch noch besinnlicher, es verleiht dem Ganzen seinen eigenen Charme.

Besonders gefallen mir die lauten Passagen, wo sich viele Klangfarben eilends abwechseln und die erwähnten, mächtigen Bässe das Kolorit bestimmen. Er entwickelt sich eine wahre Klangcollage. Zwischen den einzelnen Darbietungen erstrecken sich nur sekundenlange Pausen, die Hörerschaft bleibt stumm aber fasziniert. Die „geistlichen“ Instrumente aber kennen keine Pause und berauschen uns weiter mit ihrer Kunst.

Im Werk von Jean Langlais bin ich dann richtig angekommen, hat mich die Faszination jener Art von Präsentation endgültig gebannt. Der Organist muss unglaublich in die Tasten greifen (so stelle ich es mir vor, man kann ihn leider nicht bei seiner Arbeit beobachten), wieder erinnere ich mich an „Schlafes Bruder“, jenen Film ich unbedingt wieder gucken muss. Mittlerweile ist die Lautstärke durch dass intensive pressing der Bassgerätschaften auf einem hohen Niveau, es hallt in jeden Bereich des verwinkelten aber klar strukturierten Gebäudes, die hohen Wände werfen den Schall zurück, das psychedelische Erlebnis ist perfekt! Wuchtig klingt das Schaffen dann auch aus, in jede Ecke des Bauwerkes dringen noch einmal die dominierenden Bassfarben, schlagartig ist es in der Folge dann still im Dom, bevor leise, völlig andere Tonfolgen Max Regers „Ave Maria“ ankündigen. Wow! Psychedelischer kann es eigentlicher nicht mehr werden. Nach dem Donnergrollen der tiefen Bässe folgen nun wieder leise, anmutende Töne, erneut fühle ich mich in oben erwähnten Filmklassiker versetzt, es ist fast schon beängstigend. Wehe dem, der tatsächlich vorher Pharmakon oder ähnliches konsumiert hat, der geht nun wahrscheinlich ein Bündnis mit dem Teufel ein, ähnlich wie eingangs erwähnter Dombaumeister es einst tat. Die Zeit, die lange schon keine Rolle mehr spielt, kündigt doch unerbittlich das Ende der Orgelfeierstunde an, und Alessio Corti schlägt die Tasten seines Arbeitsgeräts zum letzten Streich an. Was nun folgt ist eigentlich nicht mehr in Worte zu kleiden. Hat uns „Suite Medievale“ von Jean Langlais bereits in höchster Erregung versetzt, wird das finale „Litanies“ von Jehan Alain noch eine Spur stürmischer, ekstatischer. Außerordentlich geschickt scheinen die Hände des italienischen Maestros die Partitur zu lesen, tiefe Töne sind hier erneut vordergründig, geben dem Arrangement die musikalische Würze, der Klangkosmos ist perfekt. Der Schall dringt noch einmal in jede Einfassung, jeden Winkel der Baulichkeit, der gesamte Dom scheint zu erbeben. Unbeeindruckt dessen prallt die Klangvielfalt von den mächtigen inneren Säulen ab, die seit Jahrhunderten jedem Sturm standgehalten haben, die die gewaltige Decke der Kirche tragen. Die versteinerten Figuren an jenen werden Zeugen einer „wall of sound“, registrieren es jedoch regungslos und unbeeindruckt .

Es wummert es dröhnt es klingt, Ton für Ton, Anschlag für Anschlag. Wer nun nicht in einen psychischen Ausnahmezustand gerät ist nicht wegen der Musik heute Abend hier erschienen. Es muss einen einfach bewegen, die Sache ist schier unglaublich, Herr Corti spielt sich in einen regelrechten Klangrausch. Die Musik hat besitz von der ganzen Kirche genommen, nichts ist diesem Augenblick dominanter! Irgendwann endet das Stück dann mit einem tongewaltigen Abschluss, der Zenit ist erreicht. Wahnsinn…. Die Botschaft dahinter ist der Kontext zum Rock `n` roll, anders kann es nicht sein. Sofort nach Beendigung der Darbietung setzt (für ein Kirchenhaus) übermäßig brausender Applaus ein, die Anwesenden sind restlos mitgerissen. Der Organist lässt sich kurz an der Brüstung neben der Querhausorgel, rund 6 Meter über dem Boden auf einer Empore, blicken und verneigt sich dankbar vor den Beifall spendenden Besuchern, wirkt zufrieden und erfüllt. Von meinem Platz mache ich eine Fotoaufnahme des Arrangeurs die auf Grund der Entfernung qualitativ zwar zu wünschen lässt, meine Worte hier aber bezeugen soll.

Der Zuspruch lässt jedoch nicht im Geringsten nach, erneut tritt der Organist in den Vordergrund. Nachdem die Huldigungen allmählich abklingen, die ersten Besucher sich auf den Heimweg machen, erklingt noch einmal dass stattliche Orgelwerk, der Tonkünstler gönnt sich eine „Zugabe“ und improvisiert noch ein leichtes Stück auf seinem Spieltisch. Ein perfekter Ausklang.

 

Ich trete hinaus in den Regen, der unentwegt auf das Kirchengebäude prasselt. Rasch suche ich Schutz unter einem Vordach, eine Straßenlaterne spendet mir Licht. Hier verharre ich einen Moment, blicke zurück auf das bischöfliche Münster, welches nun von versteckten Scheinwerfern angestrahlt wird

Abschließend bleibt mir zu sagen, dass ich heute etwas völlig neuartiges erleben durfte, was ich so noch nicht kannte. Das Erlebnis hat mich natürlich nicht zum Glauben bekehrt, aber ich habe einen gehörigen Respekt vor der Institution bekommen, ohne diese mir heutiges nicht widerfahren wäre. Selbst beim Schreiben dieser Worte kribbelt es mir wieder in den Armen, bin ich gedanklich zurück im Gotteshaus. Keine Frage, musikalisch gesehen war es psychedelisch! Wer das nicht zulassen will oder versteht ist zumindest von den Orgelinstrumenten begeistert. Der Cathedrealrock ist geboren und wird hoffentlich bald seine Fortführung finden. Gott sei Dank !

 

In diesem Sinne, Rock `n `roll ist überall, wie ich immer zu sagen Pflege.

 

rockfrank

Musik heilt.

Sarah Smith

Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie.

Ludwig van Beethoven

Es wird keine Beatles Reunion geben, solange John Lennon weiter tot bleibt.

George Harrison

Das M in MTV stand nie für Musik, es stand schon immer für Money.

Neil Young

Wir mögen alles, was eine heftige Reaktion gegen die Norm darstellt.

Jim Morrison

Ich möchte zeigen, dass Gospel, Country, Blue, Jazz und Rock ein und dasselbe sind.

Etta James

I like beautiful melodies

telling me terrible things.

Tom Waits

Als dann feststand, dass Donald Trump gewonnen hatte, haben wir (Gov`t Mule) umgehend einen ausgedehnten Blues gespielt, um das ganze so aus unseren Systemen herauszukriegen.

Warren Haynes

Eine gute Sache an Musik ist, dass wenn sie dich trifft, du keinen Schmerz spürst.

Bob Marley

Man wird Bob Dylans Lieder auch dann noch hören, wenn wir alle längst tot sind.

Bruce Springsteen

The blues had a baby and they call it Rock`n` Roll.

Muddy Waters

Mick ist Rock, ich bin Roll.

Keith Richards

Ich weiss nicht wer ich bin. Aber das Leben ist zum Lernen da.

Joni Mitchell

Ich habe geträumt, dieses Land hätte mal wieder eine gescheite Regierung! Aber es war nur ein Traum! "Well done, Germany!"

Elton John

Jesus wurde gekreuzigt, weil er bemerkt wurde. Deswegen verschwinde ich häufig von der Bildfläche.

Bob Dylan

Wenn du dich an die 60er erinnern kannst,

warst du nicht dabei. 

Paul Kanter (Jefferson Airplane)

Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

Gustav Mahler

Wir können uns nicht aussuchen wie wir sterben - oder wann. Aber wir können entscheiden, wie wir jetzt leben.

Joan Baez

Es genügt nicht, sich eine neue Regierung über den Kopf zu stülpen wie einen neuen Hut, und dann darauf zu hoffen, dass sich in der Rübe, die darunter steckt, etwas tut.

Frank Zappa

Life is what happens when you have made other plans.

John Lennon

Auf der Bühne habe ich Sex mit 25.000 Menschen. Anschließend gehe ich nach Hause. Alleine.

Janis Joplin

Musik ist eine eigene Lebensform.

Jimi Hendrix

Before Elvis there was nothing.

John Lennon

Clarence hat die E Street nicht verlassen, als er gestorben ist. Er wird sie verlassen, wenn wir sterben.

Bruce Springsteen

Der Blues und eine gute Predigt haben viel gemeinsam.

Muddy Waters

Janis starb an einer Überdosis Janis.

Eric Burdon

Blues ist harte Arbeit.

Gary Moore

Music takes us to a spiritual place.

Layla Zoe

Rock `n` roll ist Weltmusik.

Wolfgang Niedecken

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