in charge of rock `n` roll
                       in charge of rock `n` roll

           My life with Bruce Springsteen

 

Rock `n` roll Gott, Lichtgestalt, Vorbild, Rhetoriker,  Musikschaffender. 

                                               Meine Ode an einen Wegbegleiter

 Warum schreibe ich dieses Loblied an den Boss, was ist der Sinn? Ganz einfach, es musste einfach raus. Beflügelt, nicht nur  durch den genialen Film „Springsteen & i“, ist es mir einfach ein Bedürfnis meine ganz persönlichen Erlebnisse mit diesem Ausnahmekünstler noch einmal gedanklich einzufangen und zu „Papier zu bringen“. Jeder kennt aus seinem Leben musikalische Begleiterscheinungen die einen immer an bestimmte Situationen, an eine bestimmte Zeitspanne oder Orte erinnern und die man auch heute noch gerne um sich hat. Bei mir ist eine solche Begleiterscheinung schnell zu einer handfesten Institution geworden, hat mein Leben begleitet, mich beflügelt und inspiriert.

 

Ich datiere demnach für meinen ersten gefühlten Berührungspunkt mit Bruce Springsteen dass Jahr 1984. Meinem Erinnerungsvermögen zu Folge hörte ich Passagen aus dem Album „Born in the U.S.A.“ über einen Kopfhörer in einem Kölner Kaufhaus, zusammen mit einen Schulfreundin, die mich wahrscheinlich auch auf die Platte aufmerksam machte. Unmittelbar war ich lodernd ob des Sounds, nicht wissend was es mit den Texten der Songs auf sich hatte, mich einfach nur vom mainstreamigen Rock `n` roll treiben lassend. Ich war damals 13 Jahre alt und musikalisch leider noch nicht sonderlich sensibilisiert. Vermutlich war dieser Umstand auch der Grund warum es darauf folgend einige Jahre dauern sollte bis ich den Faden zu Bruce Springsteen wieder aufnahm. Viele Lebenstage strichen ins Land, es war indes 1992, also rund 8 Jahre später, als ich auf einer Litfaßsäule ein großes Werbeplakat sah, auf jenem die Doppel-Veröffentlichung von den Alben „Human touch“ und „Lucky town“ angekündigt wurde, die beiden Soloalben des amerikanischen Sängers, die seinerzeit erschienen sind. Irgendwie hatte diese Wahrnehmung etwas ausgelöst in meinem Zerebrum, eine Assoziation zu erlebtem, rund 96 Monate zuvor. Nicht dass ich mich seitdem nicht mehr mit dem Künstler beschäftigt hätte, seine Musik lief immer mal wieder in meinem CD Player/Tape Deck, aber hier begann irgendwie ein neuer Abschnitt für mich, bezogen auf mein musikalisches Verhältnis zu ihm.                                                      

Just zu diesem Zeitpunkt hatte ich eine Freundin die ähnlich akustisch gesinnt war. Außerdem gab es in meinem Freundeskreis einen Kumpel der glühender Anhänger war. Als logische Konsequenz daraus beschlossen wir baldmöglichst ein Konzert Springsteens zu besuchen. Im Rahmen der genannten Albenrelease wurde kurz darauf  eine dazugehörige Tournee propagiert, die den Mann aus New Jersey am 03. und 04.04.1993 nach Dortmund bringen sollte. Die Sache  war gebongt. Eiligst wurden 2 Eintrittskarten besorgt (es war schon die Zeit als die Umstellung von den wunderbaren Hardtickets auf Computer-Einheitsausdrucke begann, siehe auch hier http://www.rockfrank.com/interessantes/hardtickets-forever/), und ich machte mich am 04. April mit dem Auto auf den Weg in die Ruhrpott-Metropole. Als wir den Parkplatz der Dortmunder Westfalenhalle erreichten boten uns fliegende Händler gleich ihre Ware an und ich erwarb durchs Autofenster mein erstes, wenn auch nicht originales, Bruce Springsteen T-shirt. Es plakatierte zwar auf der Brust noch mit dem „Born in the U.S.A.“ Cover, hinter waren aber die aktuellen Tourneedaten aufgedruckt. Selbstredend bin ich auch heute noch in Besitz dieses mittlerweile arg verwaschenem Relikt.                                      

Das Konzert an sich war ein höchst euphorisches Ereignis, zumal es mein allererstes von Springsteen war. Der Auftritt bildete eine Art Wendepunkt meines musikalischen Denkens, nachdem ich vorher Konzertbesuche von Tina Turner, Phil Collins oder Elton John als reinen Unterhaltungswert eingestuft hatte. Ich erinnere mich an einen Banner gegenüber unserer Plätze mit der Aufschrift „Where`s E -street?“ Damals war mir dessen Bedeutung noch nicht so bewusst. Der Boss war in bester Spiellaune und hatte eine hervorragende Begleitband auf der Bühne. Titel aus den beiden dato aktuellen Alben und alte Stücke wie „The river“, „Badlands“ „Born in the U.S.A.“ oder „Atlantic city“ wurden zum Besten gegeben. Es war ein außerordentliches Konzert. Über 20 Jahre später entdeckte ich dank dem worldwideweb den Auftritt auf einer Doppel CD in einem online Auktionshaus, ich konnte es kaum glauben. Nach großzügiger Gebotsabgabe erhielt ich dann auch den Zuschlag für die Box, die mich seither jederzeit wieder in die Westfalenhalle zurück versetzen kann und mich den Auftritt nochmal Revue passieren lässt.

Seit dieser Zeit blieb meine Bindung zu Springsteen konstant und seine Musik begleitete mich auf meinem Weg durch meine Vita. Es sollte jedoch bis 1996 dauern bis ich ihn erneut auf einer Bühne sah. Sein musikalischer Schwerpunkt hatte sich seit den letzten beiden Platten arg reduziert und er war nun komplett Solo unterwegs. Das dato aktuelle Album „The ghost of Tom Joad“ (Vö. 21.11.1995), war ein sehr ruhiges Werk in der Tradition von „Nebraska“. Inhaltlich verarbeitete Springsteen hier seine Missstimmung darüber, dass sein Heimatland der Arbeiterklasse den Rücken zuwandte. Er machte regelrechte Fabeln aus den Songs, ein grandioses Album. Ich durfte Bruce Springsteen gleich zweimal auf jener Tour erleben. Und hierzu gibt es eine amüsante Schilderung; Als gebürtiger Kölner war ich damals noch aktiv in den Straßenkarneval integriert. An jenen Tagen der Stadt den Rücken zuzuwenden war also emotional nicht einfach für mich, umso mehr ahnt man die Bedeutung, wie substanziell mir schon damals ein Konzerterlebnis jener Art war. So kam es also dass ich an „Weiberfastnacht“, einer der Feiertage in Köln, meine Heimat verließ um mich rund 600 KM südlich per Zug in die bayerische Landeshauptstadt zu begeben, wo der erste Auftritt Springsteens stattfinden sollte. Karneval in München, oje! Was mir heut zu Tage am A…. vorbei geht, glich 1996 wie ein Vertrauensbruch. Erleichtert wurde die Sache aber dadurch dass ich für München eine große Schwäche habe, die Stadt liebe und mich hier wohlfühle. Karneval in meinem Sinne gab es hier allerdings nicht, es schimpfte sich Fasching, und von ritualen Feierlichkeiten wie in Köln keine Spur. Aber das machte nichts, denn nach dem Konzert erfuhr ich trotzdem einen Hauch von Heimat (anders als 3 Tage später). Zunächst ging es aber in die Rudi-Sedlmayer-Halle, in der ich die „Ghost of Tom Joad“ Tour dass erste mal erleben sollte. Von meinen Sitzplatz (es gab nur Sitzplätze) hatte ich zwar einen guten Überblick, war aber doch recht entlegen der Bühne, denn ich saß hoch oben auf einem Rang. Egal. Im Vergleich zu Dortmund herrschte hier eine fast gespenstige Stimmung, keiner wusste was einen nun richtig erwartete. Bruce kam dann auch alleine auf die Bühne, nur begleitet von seiner Gitarre und einer Harp, das Haar zurück gekämmt und einem Bärtchen, und erzählte uns die Geschichten von Tom Joad. Es war beeindruckend. Mit schlichten, musikalisch reduzierten Songs schaffte es der Boss ca.7000 Menschen zum aufmerksamen Zuhören zu bewegen. Nur das Rauschen einer Ventilation an der Decke störte die ansonsten für eine Halle ungewohnt ruhige aber schöne Atmosphäre. Bruce Springsteen wirkte ausgeglichen, konzentriert und wach. Auch hier wurden vordergründig Titel des genannten Albums gespielt aber auch ältere Stücke in einer bedachtsamen Akustikversion vorgetragen. Mir hats gefallen.

 

Da mein Nachtzug zurück in die Heimat erst nach 00.00 Uhr fahren sollte, begab ich mich zum Ausklang noch in den Münchener Stadtteil Schwabing, wo es ein bekanntest Kneipenviertel gibt, um doch noch etwas Karnevalsstimmung zu erfahren. In einer mir zusagenden Lokalität gönnte ich mir dann noch ein paar köstliche bayerische Bierspezialitäten, und neben musikalischen Banalitäten (was man zu Fasching da so spielt…) legte der DJ dann doch tatsächlich „Verdamp lang her“ von BAP auf! Die Reise erlebte dadurch für mich ihren krönenden Abschluss, Danke München, danke Bruce.

3 Tage später….. Selbstverständlich wollte ich den Akteur noch einmal sehen, wenn er schon in meiner Nähe war, und so kam es dass ich mir für den folgenden Sonntag (es war immer noch Karneval), erneut eine Karte für seine „Ghost of Tom Joad Tour“ besorgte. Und diesmal ging es nach Düsseldorf…..  Wie Bitte, Karneval nach Düsseldorf?! Ja was sollte ich machen, ich musste Bruce Springsteen einfach noch mal erleben. Für alle „Nicht-Rheinländer“ sei gesagt dass zwischen Düsseldorf und Köln seitjeher eine (freundschaftliche) Fehde existiert, die sich vorrangig auf sportliche Ereignisse und eben dem Karneval beschränkt. Ich sprang also über alle verfügbaren Schatten und machte mich an diesem Karnevalssonntag auf in die Stadt am Rhein, immer im Kopf am Abend entsprechend belohnt zu werden. Anwesend an dem bevorstehenden Konzert war auch ein Schulfreund von mir mit seiner Freundin, die aber ganz andere Plätze als ich in der Halle hatten, sodass ein Zusammentreffen ausblieb. Jener Schulfreund war übrigens auch eine der Personen, die mir Springsteens Musik näher brachte. Bei ähnlicher setlist wie zuvor in München erlebte ich erneut ein intensives, persönliches Konzert in ruhiger Stimmung. Auch hier entdeckte ich später einen Mitschnitt im Internet, auf MC(!), den ich mir gleich besorgte.

Das absolute (für mich versöhnliche) Highlight war aber seine Begrüßung in der Düsseldorfer Phillipshalle, die er tatsächlich mit dem Wort „Alaaf“  vollzog. Bruce war also über „Besonderheiten“ jener zeitlichen Gegenwärtigkeit informiert worden, man sagte ihm nur das falsche (insgeheim natürlich richtige) Schlagwort für die „tollen Tage“! Anscheinend waren einige Düsseldorfer Presseleute so geschockt, dass man es gleich am nächsten Tag in der Zeitung lesen konnte. Ich fand`s klasse!

Die beiden Eintrittskarten + Zeitungsbericht aus Düsseldorf

Die Jahre gingen ins Land, ich hörte viele Platten des Protagonisten, und ein Jahr vor Millennium sollte es endlich wieder soweit sein. Eine Nacht die sich tief in mir eingebrannt hat, mir endgültig das musikalische Verständnis eingehämmert hat. Es war die Tour zur Wiedervereinigung mit der E-Street Band, die ich bis dato noch nicht live erleben durfte. Der wunderbare Clarence Clemons, dessen Saxophone den sound der Band so sehr prägte, Max Weinberg, Little Steven, Nils Lofgren, Roy Bittan, Danny Federici, und Springsteens Frau Patti Scialfa standen am 15.04.1999 auf der Bühne der zu jener Zeit noch relativ neuen Kölnarena. Im ausverkauften Haus standen im Innenraum neben meiner Wenigkeit noch ein Freund von mir und eine Ex-Freundin, mit welcher ich 7 Jahre zuvor mein erstes Konzert in Dortmund erlebte. Was wir an jenem Abend erfahren sollten, war außergewöhnlich, spektakulär. Eine ausgelassene, daseinsfreudige E-Street Band voller Spielfreude präsentierte uns nicht nur einen Querschnitt durch ihr Repertoire, sondern ließ vor allem Teilhaben am wiedergefunden Badgefüge, am Spaß, an ihrer Energie, an allem. Wie üblich haute uns Bruce Springsteen rund 3 Stunden Rock `n´ roll um die Ohren, voller Hingabe und Enthusiasmus. In „Hungry heart“ (wir befanden uns bereits im ersten Zugabenteil), gab es dann noch eine ganz besondere Überraschung. Niemand geringerer als Wolfgang Niedecken betrat unter großem Beifall die Bühne, und schmetterte das Stück zusammen mit seinem Freund durch das Rund der Halle. Es war ein Gänsehautmoment. Ich habe das Zusammentreffen in meinem Musikzimmer bildlich festgehalten.

Sichtlich überwältigt ließen mein Freund und ich die Zuschauer nach dem Konzert zunächst an uns vorbei Richtung Ausgang strömen und genossen noch eine Weile den Moment. Man wollte den Ort gar nicht verlassen und war einfach nur Dankbar.

Bild vom Konzert aus Bühnennähe

Es sollte aber noch besser kommen. Ist eigentlich nicht möglich, aber doch geschehen. Den wirklich absoluten Höhepunkt in Sachen Bruce Springsteen erlebte ich ohne Zweifel am 22.05.2003 in Gelsenkirchen, als die Truppe erneut in Europa war, diesmal auf ihrer „The rising“ Tour. Das hochgejubelte Album erschien am 29.07.2002 und verarbeitete teilweise die Erlebnisse vom 11. September, ein Jahr zuvor. Es war das 12. Studioalbums des Mannes aus New Jersey und das erste, das er nach 18 Jahren(!) wieder mit der E-Street Band zusammen aufnahm. Genau wie 4 Jahre zuvor besuchte ich das Ereignis mit selbigem Freund, diesmal ging es mit dem Auto in die Ruhrpottmetropole. Ich weiß gar nicht mehr wie weit vorne wir standen, es war auch egal, was wir hier erlebten war nicht mehr messbar…..  Springsteen wirbelte über die Bühne wie ein Derwisch, rutschte auf den Knien und hing kopfüber an seinem Mikrofonständer, es war unglaublich. Was aber abseits der Musik immer in meinem Kopf hängen bleiben wird ist Springsteen Begrüßung in der Arena, die wörtlich lautete; „Wunderbar hier in Gelsenkirchen, wo immer das ist“. Die Lacher hatte er auf seiner Seite. Ein absoluter Gänsehautmoment war dann „Waiting on a sunny day“. Tausende Fans sangen geschlossen den Choral, es war u n g l a u b l i c h. Aber auch die Grundmelodie von „The rising“ klang uns tagelang danach noch im Ohr und erwähnter Kamerad und ich summten die Melodie immer und immer wieder. Die komplette Show endete nach wieder mal rund 3 Stunden um 23.15 Uhr, und wir waren hochbeglückt ob des erlebtem. 

Konzertmäßig war dann erst mal Pause angesagt für mich, auch wenn Bruce Springsteen zwischenzeitlich nochmal im Rahmen seiner „Devils&dust“ Tour in Deutschland war, aber nicht immer klappt es eben terminlich und organisatorisch. Intensiv begleitete mich aber seine Studiomusik und gehörte zum festen Bestandteil meines Alltags. Besonders das in jenen Tagen erschienen „Devils&dust“, auf welchem er wieder auf Solopfaden wandelte, hat mich damals wie heute tief bewegt und lief etliche Male in der heimischen Stereoanlage. Der Titelsong entstand übrigens unter den Eindrücken des Irak Krieges, was erneut Springsteens Arrangement zu politischen Ereignissen belegt. Leider besitze ich das Album bis heute nicht auf Vinyl.

Düsseldorf; Die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt sollte aber noch ein zweites Mal mein Ziel in Sachen Bruce Springsteen werden, denn 2008 trat die Truppe im dortigen Rheinstadion an. Augen zu und durch, es ging um die Sache. Und wenn es so eine wichtige dazu war, dann war dass eben so…. Diesmal standen wir auf Grund frühzeitigen Erscheinens (gleicher Begleiter wie in Gelsenkirchen) so gut wie in der ersten Reihe, sofern man das in einem Gedränge vor der Bühne sagen kann; Mal steht man vorne, mal wird man 2 Reihen zurück gedrängt. Erstmal war die E-Street Band hier in leicht veränderter Besetzung, denn nur kurz vor der Tour verstarb im Alter von nur 58 Jahren der Keyborder der Truppe, Danny Federici. An seiner Stelle spielte nun Charles Giordano. Der Auftritt begann mit einem Stromausfall im ersten Song („Jackson cage“), plötzlich verstummten die Mikrofone und die Leinwände fielen aus, der Boss nahm es mit Humor. Im dritten Song, „Radio nowhere“, dann nochmal das gleiche. Sehr peinlich für eine Arena die sich als modern brüskieren will….. Ansonsten war der Auftritt mal wieder überschwenglich phänomenal. Immer wieder kam Springsteen während der Performance zum Bühnenrand und ließ die Fans seine Gitarre berühren. Ich stand Mitten drinnen und reckte mich vergebens nach seinem Arbeitsgerät, nur Millimeter fehlten mir, aber ich war ganz nahe! Natürlich durfte der obligatorische Besuch eines Kindes auf der Bühne nicht fehlen, Späße mit dem Publikum und stagediving. Mein Kumpel und ich waren nass bis aufs Hemd, hatten aber den Spaß unseres Lebens. Nach dem Konzert liefen wir auf dem Weg aus dem Stadion einem Fernsehteam in die Arme, welches auf Stimmenfang war. Ich brachte nichts Wirkliches zustande, so begeistert war ich. Zufällig wurde der Beitrag ein paar Tage später sogar ausgestrahlt, und ich konnte mir mein gestottere noch mal anhören.

Danach machte Bruce Frederick Joseph Springteen immer wieder mit neuen Veröffentlichungen auf sich Aufmerksam, schien und scheint im Alter immer kreativer zu werden, ganz zur Freude seiner Fans. Ein wahres Statement gab er dann 2012 mit der Veröffentlichung von „Wrecking ball“ ab, einem Album das Springsteen dem im Jahr zuvor verstorbenem E-Street Band Mitglied Clarence Clemons widmete. Er verarbeitete hier verschiedene musikalische Einflüsse und Instrumente, die zunächst teilweise fremd wirkten und zu einem veränderten Soundgerüst führten, nach eingängigem hören jedoch schnell zugänglich wurden. Im Anschluss gab es eine ausgiebige, 2 Jahre dauernde Welttournee, die die Gruppe dann am 05.07.2013 auch nach Mönchengladbach führen sollte. Was ich hier erlebte war nicht weniger beeindruckend als alle anderen vorangegangenen Auftritte des Musikers. Ein bewegendes, aufreibendes und emotionales Konzerterlebnis. Emotional vor allem, weil es die erste Tour ohne  den 2011 verstorbenen Saxophonisten Clarence Clemons war, der quasi das Herz der Band war. Ersetzt wurde er aber mehr als würdig, denn sein Neffe Jake Clemons übernahm den Platz am Saxophon. Ich habe mich seinerzeit alleine auf den Weg nach Mönchengladbach gemacht und hatte einen Stehplatz der einiges entfernt der Bühne lag, konnte aber trotzdem gut sehen. Da ich über diesen Abend einen extra Bericht geschrieben habe, gehe ich an dieser Stelle nicht weiter auf Einzelheiten ein sondern möchte euch auf jenen verweisen, folgt einfach mal dem Link; http://www.rockfrank.com/konzerte/bruce-springsteen-05-07-2013-m%C3%B6nchengladbach/         

Einige Sache aus meiner persönlichen Biografie wiederholen sich dort bzw. sind noch mal in einer Kurzfassung dargestellt, was daran liegt dass ich jenen Bericht eben zuerst geschrieben hatte.

Das Bild des Abends aus Mönchengladbach möchte ich euch aber hier nicht vorenthalten, es hat alle sehr berührt und bewegt im Rund des Stadions; Die weichen Augen von Clarence Clemons auf der Leinwand.

Danke Clarence !

Bruce Springsteen ist mittlerweile Ende 60 und weiterhin aktiv. Auch wenn sich meine persönliche Einstellung zum Rock ´n´ roll sehr verändert hat, ich Stadionkonzerte grundsätzlich ablehne und andere Bands und Künstler mittlerweile mehr und intensiver von mir Besitz genommen haben, wird Bruce Springsteen auch in Zukunft mein ständiger Begleiter bleiben.

Was zu sagen bleibt ist rein essentielles Natur; Bruce Springsteen steht für Ehrlichkeit, Rock `n ´ roll und Authentizität. Möge er noch lange musikalisch aktiv sein.

 

In diesem Sinne; Rock `n´ roll will never die !

 

 

 

 

 

rockfrank

Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie.

Ludwig van Beethoven

Es wird keine Beatles Reunion geben, solange John Lennon weiter tot bleibt.

George Harrison

Das M in MTV stand nie für Musik, es stand schon immer für Money.

Neil Young

Wir mögen alles, was eine heftige Reaktion gegen die Norm darstellt.

Jim Morrison

Ich möchte zeigen, dass Gospel, Country, Blue, Jazz und Rock ein und dasselbe sind.

Etta James

I like beautiful melodies

telling me terrible things.

Tom Waits

Als dann feststand, dass Donald Trump gewonnen hatte, haben wir (Gov`t Mule) umgehend einen ausgedehnten Blues gespielt, um das ganze so aus unseren Systemen herauszukriegen.

Warren Haynes

Eine gute Sache an Musik ist, dass wenn sie dich trifft, du keinen Schmerz spürst.

Bob Marley

Man wird Bob Dylans Lieder auch dann noch hören, wenn wir alle längst tot sind.

Bruce Springsteen

The blues had a baby and they call it Rock`n` Roll.

Muddy Waters

Mick ist Rock, ich bin Roll.

Keith Richards

Ich weiss nicht wer ich bin. Aber das Leben ist zum Lernen da.

Joni Mitchell

Ich habe geträumt, dieses Land hätte mal wieder eine gescheite Regierung! Aber es war nur ein Traum! "Well done, Germany!"

Elton John

Jesus wurde gekreuzigt, weil er bemerkt wurde. Deswegen verschwinde ich häufig von der Bildfläche.

Bob Dylan

Wenn du dich an die 60er erinnern kannst,

warst du nicht dabei. 

Paul Kanter (Jefferson Airplane)

Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

Gustav Mahler

Wir können uns nicht aussuchen wie wir sterben - oder wann. Aber wir können entscheiden, wie wir jetzt leben.

Joan Baez

Es genügt nicht, sich eine neue Regierung über den Kopf zu stülpen wie einen neuen Hut, und dann darauf zu hoffen, dass sich in der Rübe, die darunter steckt, etwas tut.

Frank Zappa

Life is what happens when you have made other plans.

John Lennon

Auf der Bühne habe ich Sex mit 25.000 Menschen. Anschließend gehe ich nach Hause. Alleine.

Janis Joplin

Musik ist eine eigene Lebensform.

Jimi Hendrix

Before Elvis there was nothing.

John Lennon

Clarence hat die E Street nicht verlassen, als er gestorben ist. Er wird sie verlassen, wenn wir sterben.

Bruce Springsteen

Der Blues und eine gute Predigt haben viel gemeinsam.

Muddy Waters

Janis starb an einer Überdosis Janis.

Eric Burdon

Blues ist harte Arbeit.

Gary Moore

Music takes us to a spiritual place.

Layla Zoe

Rock `n` roll ist Weltmusik.

Wolfgang Niedecken

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