in charge of rock `n` roll
                       in charge of rock `n` roll

       Rockpalast "Vater" Peter Rüchel                                    Eine Lesevortrag

Im zweiten Teil meines Rockpalasttributes geht es nun ausschließlich um den Gründer und Vater jener Institution; Peter Rüchel. Der 1937 in Berlin geborene Musikjournalist trat im Rahmen der Veranstaltungsreihe Leverkusener Buchwoche (LEVliest) am 29.04.2017 im hiesigen Bluesclub Topos der Stadt auf, um mit intimer, musikalischer Unterstützung Geschichten und Anekdoten aus seiner Zeit beim Rockpalast vorzutragen. Ein prägendes Erlebnis.

PHOTO BY: Fritz Kissels

Mit großem Respekt und Vorfreude  machte ich am frühen Abend auf den Weg nach Leverkusen um dem mittlerweile 80-jährigen Musikjournalisten ein gewissenhafter Zuhörer zu sein. Die Aufführung war für 20.30 Uhr angesetzt und begann pünktlich. Nach einleitenden Worten für anstehendes Event, betrat zunächst der Musikkünstler und Rüchel Freund Bastian Korn mit zwei weiteren Protagonisten die kleine Bühne des Lokals um am hauseigenem Piano die Vorfreude zu steigern. Ein herzlicher, warmer Applaus begleitete anschließend den „Vater“ des Rockpalast auf den Weg an seinen auf der Bühne platzierten Tisch, an dem er dann schnell Platz nahm. Peter äußerte zunächst ein paar vorangestellte Worte über den Inhalt des hiesigen Abend und blickte dabei in viele bekannte Gesichter. Er ist Stammgast im Topos. So erfuhr das familiär anmutende Auditorium dass es heuer vordergründig um bestimmte, einzelne Songs gehen sollte, und keine chronologische Abfolge der Rockpalastgeschichte. Songs die Peter Rüschel sehr bewegten oder eine bestimmte Bedeutung für ihn haben. Aufgelockert wurde das Programm von den eingangs erwähnten Musikern, die diverse Lieder in vorheriger Absprache mit dem Redner interpretierten.

PHOTOS BY: Fritz Kissels

Und so trug uns der ehemalige WDR Redakteur Inhalte aus  Van Morrisons Songs vor, Bruce Springsteen oder Elvis Presley. Songs, die bestimmt sind von Kümmernis und Melancholie. Dabei ging es zwischendurch in einem Gespräch mit seinem Musikbegleiter Bastian Korn, welcher selber Komponist ist, auch um die Frage in welcher Stimmung man die besten Stücke schreibt. Elvis Presley war übrigens Thema, weil John Cale auf seinem Album „Slow dazzle“, eine düstere Version des Songs „Heartbreak Hotel“ verfasst hat.

PHOTOS BY: Fritz Kissels

Peter Rüchel  geleitete jedoch (glücklicherweise) kontinuierlich in die Rockplast Historie ab, und erzählte uns immer wieder vergnügliche Begebenheiten, die er in seiner Zeit bei dem revolutionären TV Format  mit den verschiedensten Protagonisten gehabt hatte. Auch über alltägliche Vorkommnisse organisatorischer Art oder Wünsche der Musiker wusste ein gut sortierter Referent zu berichten. Vordergründig stand hier Rory Gallagher in seinen Schilderungen, zu dem er ein gutes Verhältnis pflegte, und der eine Art Dauergast im Rockpalast war. Bekanntlich verstarb der irische Gitarrist bereits 1995 an der Folgen einer Lebertransplantation. Mit seinem Bruder Donal pflegt Rüchel weiterhin einen guten Kontakt.

 

In einer fünfzehnminütigen Pause hatte ich Gelegenheit mich kurz mit dem Mann am Rednerpult zu unterhalten. Ich fragte ihn nach anstehenden Ereignissen im Juli bezüglich des Rockplast Jubiläums, worauf er erwiderte das der WDR eine 60-minütige Doku zu jenem Anlass gedreht habe, die aller Bedenken wegen der Kürze doch sehr, sehr gut geworden sein soll. Desweiteren unterhielten wir uns noch über Steven van Zandt, der ihm im Laufe der Jahre ein guter Bekannter  geworden ist.

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Im Gespräch mit Peter Rüschel

Anschließend knüpfte er nahtlos an Geschichten aus dem Rockplast an, erzählte von Steve Wonder, und The Who, von Reisen in die U.S.A. zwecks Vertragsverhandlungen und brachte den Zuhörer im Topos immer wieder zum Schmunzeln. Nach gut 2 Stunden intensivem Zuhörens endete ein emotionaler, zwangloser, heimischer Abend mit großen Beifallsbekundungen für den Mann der den Rockpalast erfand. Ein dankbares Publikum verweilte noch in Gesprächen und Geselligkeit.

ALL PHOTOS BY: Fritz Kissels

 

 

 

 

 

 

 

 

 

rockfrank

Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie.

Ludwig van Beethoven

Es wird keine Beatles Reunion geben, solange John Lennon weiter tot bleibt.

George Harrison

Das M in MTV stand nie für Musik, es stand schon immer für Money.

Neil Young

Wir mögen alles, was eine heftige Reaktion gegen die Norm darstellt.

Jim Morrison

Ich möchte zeigen, dass Gospel, Country, Blue, Jazz und Rock ein und dasselbe sind.

Etta James

I like beautiful melodies

telling me terrible things.

Tom Waits

Als dann feststand, dass Donald Trump gewonnen hatte, haben wir (Gov`t Mule) umgehend einen ausgedehnten Blues gespielt, um das ganze so aus unseren Systemen herauszukriegen.

Warren Haynes

Eine gute Sache an Musik ist, dass wenn sie dich trifft, du keinen Schmerz spürst.

Bob Marley

Man wird Bob Dylans Lieder auch dann noch hören, wenn wir alle längst tot sind.

Bruce Springsteen

The blues had a baby and they call it Rock`n` Roll.

Muddy Waters

Mick ist Rock, ich bin Roll.

Keith Richards

Ich weiss nicht wer ich bin. Aber das Leben ist zum Lernen da.

Joni Mitchell

Ich habe geträumt, dieses Land hätte mal wieder eine gescheite Regierung! Aber es war nur ein Traum! "Well done, Germany!"

Elton John

Jesus wurde gekreuzigt, weil er bemerkt wurde. Deswegen verschwinde ich häufig von der Bildfläche.

Bob Dylan

Wenn du dich an die 60er erinnern kannst,

warst du nicht dabei. 

Paul Kanter (Jefferson Airplane)

Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

Gustav Mahler

Wir können uns nicht aussuchen wie wir sterben - oder wann. Aber wir können entscheiden, wie wir jetzt leben.

Joan Baez

Es genügt nicht, sich eine neue Regierung über den Kopf zu stülpen wie einen neuen Hut, und dann darauf zu hoffen, dass sich in der Rübe, die darunter steckt, etwas tut.

Frank Zappa

Life is what happens when you have made other plans.

John Lennon

Auf der Bühne habe ich Sex mit 25.000 Menschen. Anschließend gehe ich nach Hause. Alleine.

Janis Joplin

Musik ist eine eigene Lebensform.

Jimi Hendrix

Before Elvis there was nothing.

John Lennon

Clarence hat die E Street nicht verlassen, als er gestorben ist. Er wird sie verlassen, wenn wir sterben.

Bruce Springsteen

Der Blues und eine gute Predigt haben viel gemeinsam.

Muddy Waters

Janis starb an einer Überdosis Janis.

Eric Burdon

Blues ist harte Arbeit.

Gary Moore

Music takes us to a spiritual place.

Layla Zoe

Rock `n` roll ist Weltmusik.

Wolfgang Niedecken

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