rock will never die
   rock will never die

The Waymores

photo by: David Guest and designed by Two Wands Design

The Knot

 

Titel: The Knot

Vö: 13.02.2026

Label: Indie-Label

Produzent: Mose Wilson

 

 

Wer heute nach authentischen Country-Duos sucht, landet meist unweigerlich in der Vergangenheit: George Jones & Tammy Wynette, Porter Wagoner & Dolly Parton, Conway Twitty & Loretta Lynn und natürlich June Carter & Johnny Cash. Doch wer genauer hinschaut, erkennt, dass seit vielen Jahren ein Name aus Atlanta dieses Erbe mehr als würdig weiterträgt: The Waymores.

 

Willie Heath Neal und Kira Annalise sind nicht nur auf der Bühne ein Paar, sondern auch im echten Leben vereint im Herzen. Diese tiefe Verbundenheit spiegelt sich auch sehr deutlich in ihren Songs wider. The Waymores stehen für traditionellen Country, angereichert mit Honky-Tonk-, Folk- und Americana-Einflüssen. In Sachen Authentizität und Ehrlichkeit stehen sie den großen Duos der Vergangenheit dabei in nichts nach.

 

Am 13.02.2026 erscheint nun ihr neues, viertes Studioalbum: „The Knot“.

 

photo by: David Guest and designed by Two Wands Design

 

Der Opener verbindet inhaltliche Melancholie mit einem vorsichtigen Hoffnungsschimmer. „Highway Song“ wird von einer kurzen instrumentalen Einleitung eröffnet, bevor Willie mit seinem tiefen Bariton einsetzt. Inhaltlich kreist der Song um das Leben unterwegs – und zugleich um die Dynamiken einer Beziehung. Kira sagte rockfrank.com dazu gegenüber:

 

Ich habe den Song am Tag nach dem Ende unserer letzten Tour vor meinem neurochirurgischen Eingriff geschrieben. Ursprünglich habe ich ihn als Trennungslied verstanden – allerdings nicht über eine Beziehung, sondern über das Unterwegssein, über die Straße. Am Ende wurde es dann doch eher ein Song über ein Paar, aber im Kern geht es darum, wie sehr wir das Tourleben vermissen und um den Gedanken, uns davon ‚trennen‘ zu müssen, weil wir nicht wussten, was die Zukunft im Hinblick auf meine Operationen bringen würde.“

 

Der albumnamengebende Song „The Knot“ steht sinnbildlich für „Knoten binden“, also für das Heiraten. Die entspannte Nummer lässt gleich die Füße mitwippen und sorgt für eine lockere Atmosphäre. Für das Cover-Shooting des Longplayers haben die beiden Protagonisten extra Hochzeitskleidung getragen. Fun Fact: Die beiden Musiker tragen die originale zeremonielle Kleidung, die sie schon bei ihrer echten Hochzeit vor ein paar Jahren anhatten!

 

Schon mit dem ersten Ton fühlt sich das Album an wie eine nächtliche Autofahrt durch Georgia auf dem Weg ins nördliche Nashville, Tennessee – ehrlich, warm und zutiefst persönlich. Das spiegelt sich auch in „For good this time“ und vor allem in dem charakteristischen „Cowboy“ wider. Darin werden diese Typen beschrieben, die einmal Yellowstone schauen und danach denken, sie wären Cowboys – obwohl sie noch nie auf einem Pferd gesessen oder auf einer Ranch gewesen sind. Die Waymores nennen sie mit einem Augenzwinkern gerne „Paramount Cowboys“. „Forever fool“ und „A dozen roses“ bringen dich wieder auf den zeitlosen Highway durch Georgia zurück und geben dir ein Gefühl von Unbeschwertheit. Kira Annalises warmer Gesang trägt einen nicht unbedeutenden Anteil dazu bei.

 

photo by: Velveteen Visions

 

Über „Don’t know why“ verriet die Sängerin folgendes rockfrank.com gegenüber:

Don’t know why“ hat seine Wurzeln in einer Episode der The Andy Griffith Show, in der Barbara Eden als Ellen Brown, eine Maniküristin, zu Gast ist, die einen Laden in Floyd’s Barber Shop eröffnet. In einer Schlüsselszene vertraut sie sich Andy an und spricht über eine schmerzhafte Trennung. Dabei fragt sie immer wieder: ‚I don’t know why he would do that. Do you know why he would treat me that way?‘

Dieser Moment lieferte uns die lyrische Inspiration, die dieses Gefühl in einen eindringlichen Country-Song verwandelte. Viele Menschen haben Beziehungen erlebt, die enden, ohne dass je ein ‚Warum‘ erklärt wird – deshalb empfanden wir das Thema als universell nachvollziehbar.“

 

Das Ergebnis ist ein Song voller emotionaler Ehrlichkeit und bittersüßer Hoffnung, der das allgegenwärtige Gefühl einfängt, einer verlorenen Liebe nachzufragen, während man sich gleichzeitig noch einen kleinen Funken Glauben bewahrt, dass sich vielleicht doch noch etwas ändern könnte.

 

Das folgende „Ain’t missing you“ ist gewissermaßen ein Liebeslied und zugleich ein Herzschmerz-Song. Im Kern geht es um ein Paar, das sich getrennt hat und sich bei einer Veranstaltung wieder begegnet. Sie ringen mit der Sehnsucht nach den schönen Zeiten, ohne jedoch die andere Person selbst zu vermissen. Die Waymores sagten dazu:            „Als wir den Song geschrieben haben, hatten wir beide das Gefühl, dass sie sich etwas vormachen, wenn sie behaupten, den anderen nicht zu vermissen. In unserer Vorstellung sind sie an diesem Abend definitiv miteinander nach Hause gegangen, haben aber nie wirklich wieder zueinandergefunden. Das ist allerdings nur unsere Sicht. Die Hörerinnen und Hörer können den Song so interpretieren, wie es sich für sie richtig anfühlt.“

 

Waiting for you“ und „No good” runden das neue Album perfekt ab und verleihen ihm einen würdigen Ausklang.

 

 

Fazit: „The Knot“ ist weit mehr als ein rundum gelungenes Country-Album. Es stellt sich selbstbewusst in die Tradition der eingangs genannten Künstler und führt diese mit spürbarer Authentizität und lebendiger Ausdruckskraft fort. Kira und Willie demonstrieren ein tiefes Verständnis für die Werte und musikalischen Wurzeln des Genres und schaffen ein Werk, das eindrucksvoll belegt: Country-Musik lebt – und sie bleibt ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Lebensgefühls.

 

 

 

Auf „The Knot“ sind außerdem folgende Studiomusiker beteiligt:

  • Akustikgitarre: Mose Wilson und Willie Heath Neal
  • Leadgitarre: Rick Wagner
  • Bassgitarre: Matt McGinnis
  • Steelgitarre: Tebbs Karney
  • Schlagzeug: Roger Ross
  • Fiddle: Derek Pell
  • Klavier: Mose Wilson

photo by: Velveteen Visions